Wissen vs. Handeln im Klimaschutz

Wer kennt das nicht? Eigentlichen weiß jede*r, dass Erdbeeren aus Spanien im Winter lange Transportwege hinter sich haben, aber trotzdem gönnt man sie sich ab und zu. Auch ist bekannt, dass das Auto viel umweltschädlicher als das Fahrrad ist, aber gerade bei nasskaltem Wetter siegt dann doch oft die Gemütlichkeit.
Warum Menschen sich trotz vorhandenen Wissens um Alternativen weiterhin klimaschädlich verhalten, wollte das Kuratorium Klimaschutzregion Hannover ergründen. So hatten sie am 06.11.2019 zu einem öffentlichen Diskurs zum Thema „Wissen vs. Handeln im Klimaschutz“ eingeladen. Die besonders aktuelle Relevanz dieses Themas zeigte sich auch in den Besucher*innenzahlen: Der Sitzungsaal im Haus der Region war mit knapp 400 Gästen ausgebucht.

Der Abend startete mit Begrüßungen von Hauke Jagau (Regionspräsident), Werner Backeberg (Kuratoriumsvorsitzender und Bürgermeister der Gemeinde Uetze) und Prof. Dr. Lars-Oliver Gusig (Klimaweisen-Rat). Anschließend wurde die Moderation an Jan Egge Sedelies (HAZ) übergeben, der mit Prof. Dr. Harald Welzer (FUTURZWEI) den ersten Impulsredner des Abends vorstellte.
In seinem Vortrag sprach Welzer über die Notwendigkeit der Abkehr von den vorherrschenden, negativen Klimaszenarien und vorschreibenden Verhaltensregeln. Diese würden oft nur zu Widerstandsreaktionen führen, statt zum Umweltschutz zu motivieren. Anstelle dessen sollte auf utopische, klimafreundliche Zukunftsgeschichten gesetzt werden. Diese positiven Visionen würden Menschen Alternativen zum konsumgetriebenen Handeln aufzeigen und sie motivieren ihr Verhalten zu ändern – vorausgesetzt die Geschichten sind überzeugend und erstrebenswert. So könne laut Welzer der notwendige Wandel der Wertvorstellungen auf den Weg gebracht werden.

Einen anderen Ansatz wählte Prof. Dr. Kaiser (Professor für Persönlichkeits- und Sozialpsychologie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg) im nachfolgenden Impulsvortrag. Er stellte anhand empirischer Studien vor, dass umweltfreundliches Handeln von zwei Faktoren abhinge: Der (Intensität der) eigenen Umwelteinstellung und der Schwierigkeit ein bestimmtes Verhalten auszuführen. „Leichte“ Maßnahmen wie Recycling ergreife noch (fast) jeder. Um regelmäßig für den Umweltschutz zu spenden oder selbst eine Fahrgemeinschaft zu bilden, müsste man jedoch besonders umweltschutzmotiviert sein, da diese Verhaltensweisen schwerer auszuführen seien. Um klimafreundliches Handeln zu fördern, müsse daher entweder dieses dauerhaft „leichter“ gemacht oder das Umweltbewusstsein der Menschen erhöht werden.

Im Anschluss trug SPAX seinen Poetry-Slam-Text „Grauzone“ vor und erntete auch mit seinem improvisierten Rap zum Thema „Klimaschutz und innerer Schweinhund“ lauten Beifall.

Es folgte die Podiumsdiskussion im Fishbowl-Format: Neben Prof. Dr. Welzer, Prof. Dr. Kaiser und SPAX nahmen auch Michael Nagel (Fridays for Future), Celine Gerlica (Students for Future) und Christine Karasch (Regionsrätin, Leiterin des Dezernates für Umwelt, Planung und Bauen) Platz auf der Bühne. Zwei Stühle blieben dabei jedoch frei: Diese waren für Gäste aus dem Publikum bestimmt, die so bei Bedarf mit in die Diskussion einsteigen konnten. Es entwickelte sich eine lebhafte und spannende Debatte über die Zukunft und Machbarkeit des Klimaschutzes, die durch die Beiträge aus dem Publikum bereichert wurde.

Insgesamt war es eine gelungene und interessante Veranstaltung, an der wir gerne teilgenommen haben. Wir sind sehr gespannt, was sich zukünftig im Bereich des regionalen Klimaschutzes noch ergeben wird und wie dies unser Zusammenleben in der Stadt beeinflussen wird.

Von |2019-11-14T12:33:49+01:0014.11.2019|

“Unbeteiligt Beteiligt!?” Podiumsdiskussion mit Oberbürgermeisterkandidat*innen

26. September 2019

Aktuell gibt es eine große Anzahl an Initiativen in Hannover, die sich aus ganz unterschiedlichen Motiven für Bürgerbeteiligung in Hannover einsetzen. Diese Initiativen haben sich diesen Sommer zu dem Forum für Bürgerbeteiligung zusammengeschlossen und anlässlich der Wahl des neuen Stadtoberhauptes eine Podiumsdiskussion auf die Beine gestellt. Eingeladen waren die Kandidat*innen Marc Hansmann, Belit Onay, Iyabo Kaczmarek und Eckhard Scholz. Moderiert wurde von Jürgen Manemann (Forschungsinstitut für Philosophie Hannover) und Annette Wichmann (Stadtakademie Hannover)

Zunächst hatten die Kandidat*innen die Aufgabe sich zu positionieren, was für sie echte Bürgerbeteiligung bedeutet. Anschließend stellte die Initiativen democracy in motion (DIM), ihre Idee vor neue Grundsätze der Bürgerbeteiligung und einen Beteiligungsrat auf der Basis des Zufallsprinzips einzuführen und ließ die Kandidat*innen zu dem Konzept, eine vierte Gewalt als konsultatives Gremium zu installieren, Stellung beziehen. Anschließend hatten die Initiativen Pro.Kronsberg, Bumke selbermachen und Wasserstadt Limmer die Möglichkeit ihre Erfahrungen mit Bürgerbeteiligung zu schildern. Sie brachten jeweils Beispiele vor, die aus Sicht ihrer Initiativen als besonders große Hürden der Beteiligung eingestuft wurden:

  • Zugang zu Informationen zu bestimmten Vorhaben nur stark eingeschränkt und unter hohen Hürden möglich,
  • kein transparenter Umgang mit den Ergebnissen von Beteiligungsverfahren
  • keine zuverlässige Fortführung von angekündigten Beteiligungsverfahren
  • die Auflösung einer Sanierungskommission, während in einem Stadtteil ein großes Baugebiet entsteht mit dem sich die Einwohner*innenzahl fast verdoppelt.
  • die Übernahme von großen Immobilien im Stadtteil durch Investoren ohne vorab im Stadtteil mit den Einwohner*innen die Bedarfe zur Weiterentwicklung zu klären
  • die Durchführung von Beteiligungsverfahren durch Investoren anstelle der Verwaltung

Wieder hatten die Kandidat*innen Gelegenheit darauf einzugehen und äußerten unterschiedliche Ansatzpunkte wie weit sie Forderungen der Bürgerinitiativen folgen können, wie sie Bürgerbeteiligung bei ihrem Amtsantritt gestalten wollen und wo sie rechtliche Einschränkungen sehen.

Auf der Podiumsdiskussion wurden vor allem Negativbeispiele der Bürgerbeteiligung, die zu einer Unzufriedenheit bei den betroffenen Initiativen geführt haben thematisiert. Auch das Bürgerbüro Stadtentwicklung hat sich anlässlich dieser Podiumsdiskussion mit seiner Einschätzung zu Bürgerbeteiligung in Hannover auseinandergesetzt und sieht auch Aspekte die sich aktuell positiv entwickeln. Ein Anknüpfen an alte Erfolge als Hannover Vorreiterin in der Bürgerbeteiligung war ist bei weiteren gesamtgesellschaftlichen Anstrengungen vielleicht zukünftig wieder möglich:

Es gibt einen Videomitschnitt der Podiumsdiskussion, der hoffentlich bald online verfügbar ist. Wir werden ihn dann hier verlinken.

Im Forum für Bürgermitwirkung organisiert sind folgende Initiativen:

  • Bürgerinitiative Wasserstadt Limmer
  • Ecovillage Hannover
  • Hannovair Connection
  • Initiative Bumke selbermachen
  • Intiative pro.Kronsberg – Mensch, Natur, Zukunft e.V.
  • Jamiel Kiez
  • Platz Da!
  • Politische Beteiligungsinitiative Hannover DIM / Democracy in Motion
  • Transition Town Hannover e.V.
  • Wissenschaftsladen Hannover e.V.
  • Zukunftswerkstatt Ihmezentrum e.V.
  • Bürgerbüro Stadtentwicklung Hannover e.V.
Von |2019-10-01T09:42:02+01:0026.09.2019|

Neues Wohnen – bürgerschaftlich, nachhaltig, experimentell

Wie kann bei spürbar zunehmenden Wohnungsdruck attraktiver Wohnraum für Jung und Alt geschaffen werden? Und wie bleibt eine Stadt dabei trotzdem lebenswert?

Unter dem Motto „Neues Wohnen – bürgerschaftlich, nachhaltig, experimentell“ aus der Veranstaltungsreihe „Zukunft Stadt“ fand am vergangenen Montag, den 03. Juni 2019 unsere Veranstaltung im Freizeitheim Vahrenwald statt. Das Thema „Wohnen“ zeigte seine aktuelle Relevanz: Trotz warmen Juniwetters, nahmen mit großem Interesse 60 Personen teil.

Unter der Moderation unseres Vorstandmitglieds Dietmar Scholich wurden die Besucher*innen auf die folgenden Inputs der Veranstaltung eingestimmt und die eingeladenen Expert*innen vorgestellt.

Maria Knorre von der DomagkPark Genossenschaft eG in München, stellte in ihrem Vortrag die Entstehung und die Strukturen des DomagkParks, ein Wohnquartier auf dem Areal einer alten Funkkaserene, dar. Um die Herausforderungen eines solch großen neu entstandenen Quartiers zu bewältigen, brauche es gute Organistaion und ein funktionierendes Zusammenspiel aus ehrenamtlichen Mitwirkenden und Hauptverantwortlichen. Die DomagkPark Genossenschaft und Verein wurde gegründet, um soziale und kulturelle Projekte im Quartier zu organisieren. Weitere Informationen finden Sie hier in der Präsentation von Frau Knorre. Details zu dem Projekt finden Sie in der Präsentation von Frau Knorre. s.u.

Die Stadt- und Regionalsoziologin der HafenCity Universität Hamburg, Prof. Dr. Ingrid Breckner, stellte in ihrer Präsentation die Quartiersentwicklung der Seestadt Aspern/ Wien vor. Dabei unterstreicht sie, dass es bei einem gemeinschaftlichen „Wohnen für Alle“ eine gute Kombination aus Gewerbe, Freiraum, Kultur, Sport, smarter Mobilität und Stadtteilmanagement braucht.  Sie finden in der Präsentation von Frau Breckner weiteren Informationen zum Projekt Seestadt Aspern. s.u.

Krankheitsbedingt mussten wir leider auf Dipl.- Ing. Karl Heinz Range, Architekt aus der Geschäftsführung KSG Kreissiedlungsgesellschaft Hannover mbH verzichteten. Dafür konnte jedoch Hans Mönninghoff (ehemaliger Wirtschafts- und Umweltdezernat der Stadt Hannover) spontan für die Veranstaltung gewonnen werden. Als Mitorganisator des Urban Ecovillage Hannover stellte er den Prozess des entstehenden „Suffizienz Ökodorf, unter den Bedingungen einer Großstadt“ vor. Bei diesem rein bürgerschaftlich organisierten Projekt stehen die ökologischen, sozialen und kostengünstigen Aspekte im Vordergrund und jede*r zukünftige Bewohner*in soll selbst ein Teil der Quartiersentwicklung werden. Das Projekt ecovillage wird in seiner Präsentation ausführlich vorgestellt.

Den abschließenden Vortrag hielt Dipl.- Ing. Lorenz Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung Gundlach Bau und Immobilien GmbH + Co KG in Hannover, der Projekte aus seines Unternehmens vorstellte. Gundlach setzt den Fokus bei seinen Wohnprojekten vor allem auf den Menschen selbst und entwickelt  Wohnräume bunt, bezahlbar und klimawandelangepasst. Gundlach experimentiert dabei mit einer starken Reduzierung privater Wohnflächen und der Bereitstellung großzügiger Gemeinschaftsflächen. Beispiele dafür finden sich in der Präsentation von Lorenz Hansen.

Das Interesse der Teilnehmer wurde durch viele Rückfragen deutlich, und damit um einen gelungenen Austausch bereichert. Das Thema „Wohnen“ wird auch zukünftig ein spannendes Thema der Stadtentwicklung bleiben, dass Menschen verschiedener Generationen betreffen wird und zusammenbringen kann.

Präsentationen und Materialien aus der Veranstaltung zum Download:

Von |2019-10-02T07:58:36+01:0011.06.2019|

Mehr erreichen für deinen Stadtteil!

So vielfältig wie die Stadtteile Hannovers, sind auch ihre Stadtteilrunden. In nahezu allen Stadtteilen treffen sich mehr oder weniger häufig engagierte VertreterInnen der Nachbarschaft, des Einzelhandels, sozialer Einrichtungen, der Politik und andere, um gemeinsam über die Entwicklung ihres Stadtteils zu beraten, Aktionen anzustoßen, sich über Geschehnisse im Stadtteil auszutauschen, Termine abzusprechen oder auch einfach nur um Kontakte zu pflegen.

Für die Werkstatt Bürgerbeteiligung „Mehr erreichen für Deinen Stadtteil!“ des Bürgerbüro Stadtentwicklung kamen engagierte Menschen im Februar 2019 in der Zukunftswerkstatt Ihmezentrum zusammen um sich gegenseitig zu inspirieren, wie sie mehr für ihren Stadtteil erreichen können.

So vielfältig wie ihre Zusammensetzung und die selbstgewählten Aufgaben ist auch die Entstehungsgeschichte von Stadtteilrunden. Manche entstanden initiiert durch das Sanierungsprogramm „Soziale Stadt“ andere sind bürgerinitiiert, manche können durch ihre Struktur als Träger für Projekte agieren, andere sind auf Projektträger aus dem Stadtteil angewiesen. In der vom Bürgerbüro Stadtentwicklung organisierten Werkstatt Bürgerbeteiligung wurden all diese unterschiedlichen Runden zusammengebracht und Erfahrungen konnten ausgetauscht werden.

Stadteilrunden in Hannover stehen vor ähnlichen Herausforderungen, Räume und andere Ressourcen hängen oft von einer öffentlichen Förderung ab. Rein ehrenamtlich getragene Stadteilrunde haben nur Zugang zu Räumen, wenn diese im Stadtteil niedrigschwellig zur Verfügung stehen. Einigen Stadtteilrunden fällt es schwer bei Politik und Verwaltung auf Akzeptanz für ihre Ideen zu treffen und einen Weg zur Umsetzung zu finden. Die Wünsche der Beteiligten machen deutlich, dass es vielfältige Hürden geben kann, die das Engagement für den Stadtteil ausbremsen.

Eine Stadtteilkonferenzen am Beispiel des Essener Stadtteils Katernberg bei der sich Einwohner*innen des Stadtteils mit Politiker*innen und Verwaltungsmitarbeiter*innen themenbezogen austauschen und ihre gemeinsamen Ziele entdecken können, könnten dabei Abhilfe schaffen. Das Beispiel für stadtteilinitiierte Stadtentwicklung des Referenten Prof. Klaus Wermker, ehemaliger Leiter des Büros Stadtentwicklung der Stadt Essen, zeigte eindrücklich die Identität mit dem eigenen Stadtteil und das Problembewusstsein der dortigen Akteure.

Neue Impulse für die eigenen Stadteilrunden wurden mitgenommen, die vor allem darauf abzielen, mehr Menschen aus dem Stadtteil einzubeziehen und unterschiedliche Milieus anzusprechen.

Eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.

Von |2019-05-23T13:10:51+01:0023.05.2019|

SAVE THE DATE ! 28. Juni 2019 Stadtradtour zum Bauhaus-Jubiläum

Die Gründung des Bauhauses in Weimar jährt sich zum 100sten Mal. Die neue Sachlichkeit ist ohne dessen Lehre, Lerer und Bauten undenkbar. Aber was ist davon in Hannover angekommen? Im traditionsgeleiteten Hannover ist die reine Lehre nur einmal vertrete, wo ihre Merkzeichen „weiß, klar, zweckmäßig“ anschaulich werden. Viele Bauten zählen zur Roten Moderene, die mit „rot, klar, zweckmäßig“ überzeugen. Die StadtRadTour führt zu zehn diskussionswerten Orten.

Die Fahrradtour wird wie immer von Dr. Sid Auffarth | Bauhistoriker geführt.

Die Tour ist auf max. 30-35 Teilnehmer*innen begrenzt. Wir bitten um Anmeldung unter info@bbs-hannover.de

In Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Architekten (BDA) Niedersachsen.

Von |2019-05-23T12:07:19+01:0023.05.2019|

Jahresbericht 2018

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Zeit einen Blick zurück zuwerfen auf alles was in diesem Jahr gemacht und erreicht wurde. Der Jahresbericht 2018 ist da!

Hier ist der Download möglich: Jahresbericht_2018

Wir haben die Aktivitäten des vergangenen Jahres dokumentiert. Ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit war die Zusammenarbeit mit der Stadt Hannover zur Umsetzung der Ziele des „Arbeitsprogramms Mein Hannover 2030“. Wir waren und sind hier bei der Verstetigung von Bürger*innenbeteiligung auf Stadtbezirksebene involviert, hierzu wird es auch im kommenden Jahr eine enge Zusammenarbeit geben.

Weiterhin  haben wir in unseren öffentlichen Veranstaltung Beiträge zu aktuellen Fragestellungen der Stadtentwicklung geliefert. In 2018 konnten wir unsere Reihe „Plätze, Parks & Co.“ fortsetzen und haben auch das Thema „Wohnraum in der Stadt“ auf einer Veranstaltung in den Fokus gerückt.

Außerdem wurde HannoverMachen als Demokratie-Ort ausgezeichnet. Unsere Plattform für Bürger*innenprojekte HannoverMachen haben wir weiter verbessert und die hannoversche Projektszene mit spannenden Formaten zu HannoverMachen begeleitet.  Unterstützen Sie die aktuellen Projekte auf HannoverMachen.de

Als größtes Projekt dieses Jahres haben die Audio.Stadtradtouren.de gelauncht! Ab jetzt kann jede und jeder jederzeit 14 Stadtradtouren der vergangenen Jahre auf eigene Faust nachfahren.

Und leider hat unser Klassiker die Stadtradtouren dieses Jahr zum letzten Mal stattgefunden. Wir danken Sid und Petra für ihr jahrzehntelanges Engagement!

Weitere Details zu unseren Aktivitäten im vergangenen Jahr finden Sie jetzt also in unserem Jahresbericht_2018 und natürlich weiterhin hier auf unserem Blog!

Von |2019-05-09T13:36:18+01:0003.01.2019|

Jubiläums-StadtRadTour mit Sid Auffahrt

Zum 80en Geburtstag von Sid Auffarth
Sonder-StadtRadTour am 3. August 2018

Anlässlich des 80sten Geburtstags von Sid Auffarth starteten wir am 3. August in der Tradition der StadtRadTouren mit einigen Weggefährten zu hannoverschen Orten und Projekten, die mit Sids beruflichem Wirken und mit der Geschichte des bbs gleichermaßen verbunden sind.

 

 

Vor dem denkmalgeschützten Küchengartenpavillon begrüßte uns Jonny Peter und gewährte Einblicke in die Historie von Ort und Gebäude, aber auch in die aktuelle Arbeit des dort ansässigen Quartier e. V..

 

Weiter gings den Lindener Berg hinunter zum Hanomaggelände und AhrbergViertel. Beides spannende Projekte der Brachen- und Fabrikumnutzung, die das bbs über längere Zeit begleitete und immer wieder „besuchte“. Am denkmalgeschützten Plenarsaal des Landtags, der vom bekannten hannoverschen Architekten Oesterlen Ende der 50er Jahre erbaut wurde und für dessen Erhalt sich Sid besonders engagierte, zeigte uns Hannoverkenner Michael Krische mit dem Fries neben dem Haupteingang zu Ehren Hoffmanns von Fallersleben eine Stelle, die den meisten an sich stadtkundigen Teilnehmer*innen unbekannt war.

 

Die Neugestaltung des Neustädter Marktes wurde in den 90ern vom bbs mit Bürger*innenwerkstätten begleitet; die mobilen Stühle – eine Idee von Sid – sind heute noch im Einsatz und bewährt. Der hannoversche Stadtgestalter Thomas Göbel-Groß erinnerte hier an das Stadtplatzprogramm, das auch vom bbs unter Federführung von Sid Auffarth maßgeblich geprägt wurde.

 

Nach einem Abstecher zum Sprengelgelände in der Nordstadt, beendeten wir auf dem Gelände der Wasserstadt die Rundfahrt; dort wurden wir von der seit Jahren aktiven Bürgerinitiative mit kalten Getränken begrüßt. Bei 35 Grad im Schatten eine wahre Wohltat.

 

Einige der beliebten StadtRadTouren der letzten Jahre können jetzt jederzeit kostenlos mit dem Smartphone und der App izi.travel nacherfahren werden.

 

In den letzten Monaten wurden mehr als hundert 3- bis 5-minütige Audiodateien aufbereitet, als Hörstationen auf einer Karte verortet und öffentlich zugänglich gemacht. Es gibt inzwischen 14 verschiedene Audio.Stadtradtouren mit Sid Auffarth.

 

Von |2019-05-06T12:36:20+01:0005.10.2018|

Autofreier Sonntag 2018

Juni 2018

 

Welche Initiativen und Projekte in Hannover kennen Sie? Wo engagieren Sie sich? Mit diesen Fragen wendeten wir uns an die vielen Hannoveraner*innen die bei bestem Wetter zum Jubiläum des 10. autofreien Sonntag im Zentrum der Innenstadt kamen.

 

Auf unseren großen Hannover-Stadtplan konnten mit pinken und gelben Zetteln die Passanten ihre Initiativen oder Vereine verorten. Überraschenderweise kannten einige Anwohnende viele Initiativen in ihrem Stadtteil nicht und waren positiv darüber überrascht, wie viele engagierte Mitbürger*innen es in ihrer direkten Nachbarschaft gibt.

 

Eine weitere Aktion am Stand waren unsere Taschen von HannoverMachen. Diese wurden ebenfalls mit sehr großer Begeisterung von Groß und Klein angenommen. Mit verschiedenen Farben konnten die Taschen auf unterschiedliche Art und Weise individuell gestaltet werden.

 

Außerdem nutzten wir die Gelegenheit, unser neues Projekt Audio-StadtRadTouren vorzustellen. Dies ging aus unserer populären StadtRadTour-Reihe mit Sid Auffarth hervor. Seit fast 30 Jahren bietet der Bauhistoriker für das Bürgerbüro Stadtentwicklung Radtouren durch Hannover und die Region an. Da es dieses Jahr die letzte Stadtradtour-Reihe in dieser Form geben wird, haben wir die Touren der letzten drei Jahre aufgezeichnet und Audiotouren produzieren lassen. Es sind 14 unterschiedliche Touren mit jeweils acht Stationen entstanden, die mithilfe der kostenlosen App Izi.Travel jederzeit mit dem Fahrrad und dem Smartphone nach(er)fahren werden können. Wer Sid Auffahrt noch einmal bei der StadtRadTour selbst erleben möchte, hat die Chance zu den letzten Terminen in diesem Sommer vorbeizukommen.

 

Wir freuen uns, dass viele Besucher*innen beim 10. autofreien Sonntag auf uns aufmerksam wurden und gleichzeitig erste Projektideen entstanden sind. Wir sind ganz gespannt welche sich davon irgendwann auf unserer HannoverMachen Plattform wiederfinden werden.

 

Von |2018-10-23T19:42:56+01:0019.06.2018|

Plätze, Parks & Co.: Freiräume in der Stadt – Tendenzen im Umgang mit dem öffentlichen Raum in Hannover

Trotz warmer Außentemperaturen haben sich am 11.06.2018 ungefähr 60 interessierte Bürger*innen und Fachleute in der VHS Hannover zum Thema „Freiräume in der Stadt“ ausgetauscht. Prof. Dr.-Ing. Scholich, Vorstand bbs, führte ins Thema ein. Seinen Vortrag finden Sie hier.

Anschließend gab Prof. Dr. Kaspar Klaffke, ehem. Leiter des Grünflächenamts Hannover, zum Thema „Freiraumplanung für die Stadt – vom Landschaftsrahmenplan über Stadt als Garten bis Stadtgrün 2030+“ einen umfangreichen Überblick über die Freiraumplanung in Hannover. Seinen eindrucksvollen Vortrag können Sie sich nebst der Präsentation herunterladen.

Sonja Beuning, Leiterin FB Planung und Raumordnung der Region Hannover, gab Einblicke zum Thema „Naherholung und Naturerleben in der Region Hannover – Fahrrad- und Gartenregion“. Sie weitete den planerischen Blickwinkel auf die gesamte Region Hannover aus und erläuterte die Freiraumsicherung in RROP und stellte eine Vielzahl an Projekten der Region zur Freiraumnutzung vor.

Als Dritter begann Herr Prof. Dr.-Ing. Martin Prominski, LUH, zum Thema „Die Stadt als Freiraum –Freiräume in einer Stadt“, bei dem er zunächst selbst einige studentische Projekte erläuterte, um im Anschluss das Wort an drei seiner Studierenden zu übergeben, die ebenfalls zwei Projekte kurz vorstellten, die mit spannenden Ideen gespickt waren.

Den Abschluss bildetet der Verein Hannover Voids , wo stellvertretend Maximilian Heise und Magdalena Jackstadt ihre Vision von zukünftiger Bürger*innenbeteiligung vorstellten.

Dietmar Scholich moderierte anschließend eine Abschlussdiskussion, bei der das bbs das Plenum darum bat, Meinungen, Wünsche und Erwartungen an Freiräume in der Stadt und Region zu formulieren. Rebekka Jakob, bbs, notierte die Wünsche und Anregungen.

 

Aus rechtlichen Gründen dürfen wir die weiteren Präsentantinnen und Vorträge leider nicht zur Verfügung stellen.

    

Von |2019-05-09T13:39:48+01:0018.06.2018|

Auszeichnung: Das Bürgerbüro Stadtentwicklung ist Demokratie-Ort


Die Partizipationsagentur Politik zum Anfassen e.V. hat unser Projekt HannoverMachen als einen der ersten Demokratie-Orte Hannovers ausgezeichnet .

 

Ein Demokratie-Ort kennzeichnet sich dadurch, dass er Demokratie vor der eigenen Haustür zum Leben erweckt. Mit HannoverMachen haben auch wir den Anspruch, diesen Gedanken in die Tat umzusetzen.  So unterstützen wir gezielt lokales Engagement vor Ort und geben gemeinwohlorientierten Ideen Hannovers eine Plattform.

 

Die Demokratie-Orte

Auf der Webseite HannoverLiebe besteht die Möglichkeit, einen interaktiven Rundgang durch die Demokratie-Orte Hannovers zu machen.

 

Herzlichen Dank für diese Auszeichnung, wir fühlen uns geehrt in einer Reihe mit weiteren tollen Projekten Hannovers genannt zu werden!

 

 

Die Demokratie-Orte sind eine Aktion der lokalen “Partnerschaft für Demokratie” der Landeshauptstadt Hannover im Rahmen des Bundesprogramms “Demokratie leben” des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Von |2018-09-06T13:11:26+01:0010.06.2018|

Audio-StadtRadTouren sind online!

 

Hannover mit dem Rad erkunden? Mit uns kann man sich Stadthistorie und kulturelle Stätten am Wegesrand jetzt auch per Smartphone erklären lassen. Unsere Audio.StadtRadTouren sind online!

 

Seit 1990/91 führten der Bauhistoriker Sid Auffarth und Matthias Muncke (BUND) “historisch-ökologische Radtouren” an, die später als “StadtRadTouren” zu regelmäßigen Veranstaltungen in das Programm des neu gegründeten Bürgerbüro Stadtentwicklung Hannover e.V. (bbs) überging.

 

Ab dem Jahr 2015 hat das Bürgerbüro Stadtentwicklung Hannover e.V. alle StadtRadTouren mit Sid Auffarth und Petra Metsch aufgenommen, um daraus Audiodateien zu erstellen und diese allen Interessierten im Internet anzubieten. In den vergangenen 18 Monaten haben wir es mit großer Unterstützung geschafft, insgesamt 14 verschiedene Audio.StadtRadTouren mit insgesamt ca. 110 Hörstationen zu realisieren.

Ab sofort stehen diese Touren jederzeit zur kostenlosen Nutzung am PC (www.audio.stadtradtouren.de) oder unterwegs per Smartphone/Tablet (App “izi.travel“) zur Verfügung!

Bitte auf jeden Fall Testen & Weitersagen!!

DSC_0105_eröffnung mit plakat

 

 

 

Von |2019-05-06T12:50:25+01:0005.06.2018|

„Wohnen leitet Mobilität“ – 2. Dialogforum des VCD in Hannover

Verschiedene Vertreter*innen aus Mobilitäts- und Wohnungsbranche, sowie der Kommunen und Planungsbehörden trafen am Dienstag, den 10.04.2018 beim zweiten Dialogforum des Verkehrsclub Deutschland aufeinander. Das Thema der umwelt- und sozialverträglichen Mobilität innerhalb der Wohnquartiere stand dabei im Mittelpunkt

Der VCD entwickelt anhand von Dialogforen, die in halbjähriger Abfolge stattfinden, gemeinsam mit den unterschiedlichen Teilnehmenden Mobilitätskonzepte. Im Rahmen des Projektes „Wohnen leitet Mobilität“, sollen sie für intelligentere Mobilität am Wohnort sorgen. Ein Dialog zwischen Kommunen, Planer*innen und Wohnungsunternehmen wird hierbei angestrebt. Unter der Leitung von Hans-Christian Friedrichs (VCD Landesverband Niedersachsen) und Christian Harstrick, Regionalkoordinator des Projektes „Wohnen leitet Mobilität“ in Hannover, wurde die Veranstaltung im Hodlersaal des neuen Rathauses eröffnet. Zunächst wurde vorgestellt, wie das Wohnen in Hinblick auf das Mobilitätsverhalten nachhaltiger gestaltet werden kann. Präsentiert wurden das „digitale Brett“, als Smartboard im Hausflur, die Verkehrsinformationskarte der ÜSTRA und der sogenannte TrolleyBoy, als Transportalternative.

Unter der Betrachtung verschiedener Mobilitätsfaktoren, wie Nahmobilität, Car-Sharing, ÖPNV, PKW-Verkehr und Kommunikationssysteme/Apps wurde schließlich ein „World-Café“, als Workshop-Methode, durchgeführt. Anregungen, Strategien bzw. Lösungsvorschläge und zugehörige fördernde, als auch hemmende Faktoren wurden in diesem Zusammenhang gesammelt. Von Abänderung des Stellplatzschlüssels zugunsten Abstellmöglichkeiten von Fahrrädern oder aber digitalisierte Fahrscheinkonzepte – die Teilnehmenden besaßen eine Vielzahl an Ideen.

Dabei kam heraus, dass Kooperation und Zusammenarbeit in Netzwerken für die Aufstellung eines Konzeptes von hoher Bedeutung sind. Die vorgestellten Projekte zur Vereinfachung des Alltags der Mobilität sind letztendlich in Zusammenhang mit ihrem Nutzen zu hinterfragen. Deckt das Smartphone beispielsweise nicht bereits die Funktionen eines „digitalen Brettes“ ab oder wird es unser Mobilitätsverhalten wirklich vereinfachen? Neben den innerhalb des Dialogforums besprochenen Inhalten zur Vereinfachung des Mobilitätverhaltens werden in den anderen Foren des VCD weitere Themen, wie die Planung, den Bau oder die Umstrukturierung von Wohnquartieren für eine intelligentere Mobilität behandelt.

Das nächste Dialogforum des VCD findet im Herbst 2018 statt. Weitere Infos

 

zum Projekt „Wohnen leitet Mobilität“ oder zum Verein selbst finden Sie hier.

Von |2019-04-15T15:12:52+01:0024.04.2018|

Das bbs zu Gast bei der Plattenkiste von NDR1 Niedersachsen

Die NDR 1 – Zuhörer*innen unter Ihnen haben es möglicherweise bereits mitbekommen bzw. mitgehört.

 

Am 22. Februar waren wir von 12-13 Uhr zu Gast bei der Plattenkiste und konnten, zwischen unseren Musikwünschen, von unserer Arbeit im Bürgerbüro Stadtentwicklung berichten. Dietmar Scholich, Manfred Müller und Jamuna Putzke wurden von Jens Krause durch die Sendung geführt und zu unserer Arbeit und unseren Projekten interviewt.

 

Viele interessante und aktuelle Themen aus Hannover kamen auf, wie z.B. der Neu- und Ausbau von Schulen oder die Neugestaltung der Fahrradwege. Auch über unsere Crowdfunding-Plattform „HannoverMachen“ und die darauf präsentierten Projekte konnte kurz berichtet werden.

 

Was genau bei der Plattenkiste besprochen wurde, können Sie in dem folgenden, ausführlichen Bericht des NDR entnehmen:

 

 

Bürgerbüro Stadtentwicklung aus Hannover gestaltet die Sendung Plattenkiste von NDR 1 Niedersachsen

 

(mehr …)

Von |2019-05-06T12:50:01+01:0007.03.2018|

Plätze, Parks & Co: Straßenräume, Stadträume, Lebensräume – Wie wollen wir leben auf unseren Straßen?

Welches Potenzial steckt eigentlich in unseren Straßen? Dieser Frage gingen wir in unsere Fortsetzung der Veranstaltungsreihe “Plätze, Parks & Co” am 17. Januar 2018 nach. Unter dem Titel “Straßenräume, Stadträume, Lebensräume”  fanden ca. 70 Bürger*innen und Fachleute zusammen, um über die hannoverschen Straßen zu diskutieren.

 

Thematischen Einstieg bildete Prof. em. Hermann Knoflacher des Institut for Traffic Planning and Traffic Engineering in Wien. Aus verkehrsplanerischer Perspektive führte er in die Problematik ein, dass die städtischen Infrastrukturen vorwiegend auf den motorisierten Individualverkehr ausgerichtet sind. Er brachte Beispiele aus seiner langjährigen Berufstätigkeit mit, bei denen er Quartiere durch Einschränkung des Autoverkehrs neues Leben eingehaucht hat.

 

Oliver Thiele, Architekt und Fahrradaktivist aus Hannover, zeigte welche Möglichkeiten die Straßen Hannovers offenbaren, sobald weniger Autos auf ihnen zu finden sind. Er erlaubte einen Blick hinter die Kulissen seines Projektes PlatzDa! Hannover. Und stellte sein neues Projekt Jamiel Kiez vor, bei dem Straßen zu kulturellen Begegnungsräumen werden sollen.

 

Abschließend gab Prof. Dr. Tanja Mölders eine Einführung in gender-gerechtes Planen. Die Studierenden ihres Seminars stellten vor wie sie dieses Wissen  auf den Straßenraum planerisch angewand haben.

Ergänzend war in den Räumlichkeiten der VHS eine Galerie eingerichtet, die den Teilnehmenden die Möglichkeit gab, sich die Beine zu vertreten und weitere studentische Projekte auf gestalteten Wandplakaten anzuschauen.

 

Abschluss bildete eine moderierte Reflexion zu der Frage, welche Erwartungen und mögliche Handlungsschritte bei den Zuschauenden vorliegen, um eine Veränderung auf unseren Straßen in der Stadt und Region zu erreichen. Das Bürgerbüro Stadtentwicklung e.V. notierte die Anregungen des Publikums.

 

        

Von |2019-04-17T09:20:35+01:0006.02.2018|

Herausforderung Wohnen – Kooperationsveranstaltung von bbs und ARL

Unsere erste Veranstaltung des Jahres und gleich so ein Andrang! Die Kooperation mit der Akademie für Raumfoschung und Landesplanung (ARL) erwies sich damit mal wieder als ein toller Erfolg! Wir hatten wirklich nicht damit gerechnet, dass weit über 120 Einwohner*innen Hannovers unserer Einladung zum Thema “Herausforderung Wohnen” folgen würden. Viele mussten wir wieder nach Hause schicken, weil die Werkstatt Ihmezentrum am 15. Januar 2018 aus allen Nähten platzte. Ein lebender Beweis dafür, dass das Thema Wohnen auch in Hannover zu einer drängenden Herausforderung geworden ist?

 

Prof. Dr.-Ing. Dietmar Scholich (Vorstand des Bürgerbüro Stadtentwicklung) begrüßte die dichtgedrängten Zuhörer*innen und führte in die aktuellen Fragestellungen der Thematik “Herausforderung Wohnraum” ein. Sein Kurzinput lässt sich hier nachlesen: Einführung Scholich

 

Anschließend hielt Prof. Dr. Barbara Schönig von der Bauhaus Universität Weimar einen Vortrag mit dem Titel “Herausforderung Wohnraum für alle”. Prof. Dr. Schönig hat ein Buch herausgegeben, welches sich mit dieser Fragestellung dezidiert auseinander setzt. Hier finden Sie eine Leseprobe als Zusammenfassung des Vortrages.

 

Im Anschluß stellte Daniel Fuhrhop, Autor von “Verbietet das Bauen”, seine Thesen zur Lösung der neuen Wohnfrage vor. Im Anschluss stellte er pragmatische Lösungen für Einwohner*innen und Kommunen vor. Seine Thesen hat Daniel Fuhrhop für uns in einem kurzen Text zusammengefasst.

 

Danach startete die Podiumsdiskussion mit Michael Heesch (Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, Landeshauptstadt Hannover) , Dr. Frank Eretge (Firmengruppe Gundlach) und Dr. Klaus Habermann-Nieße (Stadtplaner plan zwei und Gründungs- und Vorstandsmitglied der WOGE Nordstadt) . Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von Dr. – Ing. Evelyn Gustedt (ARL).

 

Vielen unserer Gäste ist sicher deutlich geworden, dass die Stadt Hannover schon auf den Wohnungsmarkt Einfluss zu nimmt und dass der Einfluss nur begrenzt nämlich vor allem auf öffentlichen Flächen und im Bereich von Neubauten möglich ist. Die aktuelle Wohnfrage muss auf vielen Ebenen gelöst werden. Die öffentliche Hand betrifft dies nicht nur auf kommunaler sondern auch auf Landes- und Bundesebene, vor allem im Hinblick auf die Finanzierung und Förderung von sozialem Wohnungsbau und die Etablierung einer Wohnungspolitik die nicht nur Randgruppen, sondern auch die breite Masse im Fokus hat.
Auch die Bürger*innen selbst und hier vor allem die einkommensstarken können sich nicht aus der Verantwortung nehmen und müssen sich fragen lassen, ob der immer größere Bedarf an Wohnfläche gerechtfertigt ist. Die Kommerzialisierung des Wohnungsmarktes hat dafür gesorgt, dass die soziale Schere im Bereich Wohnen ähnlich weit auseinanderklafft wie bei den Einkommen. Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt auch in Zukunft kommt es beim Wohnen darauf an ob sich auch Bessergestellte auf Verkleinerungen á la Fuhrhop einlassen können.

Wir danken allen Akteuren und Gästen für die gelungene Veranstaltung!

Einen ausführlichen Bericht zu der Veranstaltung finden Sie hier als Download.

 

Von |2019-04-17T09:56:50+01:0001.02.2018|

Jahresbericht 2017

 

Es gibt ihn wieder: einen ausführlichen Jahresbericht 2017 vom Bürgerbüro Stadtentwicklung!

HIer ist der Download möglich: bbs_Jahresbericht_2017

 

Wir haben wir alle unsere Aktivtäten des vergangenen Jahres dokumentiert und waren selbst etwas erstaunt, wie umfangreich das Jahr war.

Neben Klassikern wie den Stadtradtouren haben wir uns auch an neuen Formaten probiert und uns intensiv darum gekümmert HannoverMachen unsere Plattform für Bürgerprojekte zu etablieren. Die Aktivierung von Bürger*innen für die Entwickung unserer Stadt betrachten wir als ein wichtiges Element der Demokratieförderung.

Weiterhin  haben wir in unseren öffentlichen Veranstaltung Beiträge zu aktuellen Fragestellungen der Stadtentwicklung geliefert. In 2017 war das vor allem die Frage nach dem Umgang mit dem öffenltichen Raum auf Plätzen.

 

Weitere Details zu unseren Aktivitäten im vergangenen Jahr finden Sie jetzt also in unserem Jahrebericht und natürlich weiterhin hier auf unserem Blog!

 

 

 

Von |2019-04-17T10:00:41+01:0019.01.2018|

Zukunft am Waterlooplatz – Veranstaltung aus der Reihe „Plätze, Parks und Co.“

 

“Der Stellenwert des Waterlooplatzes ist gleich 0“, so ein Statement eines Bürgers aus den Zuschauerreihen, als Dietmar Scholich (stellv. Vors. bbs) bei der Abschlussdiskussion nach der Bedeutung des Platzes für die Anwesenden fragte.

Kontroverse Zukunftsbilder für den Waterlooplatz wurden deutlich, als am Montag, den 29.05.2017 rund 70 interessierte Bürger*innen aus Hannover ihren Weg in die Volkshochschule gefunden haben, um mit dem Bürgerbüro Stadtentwicklung Meinungen, Wünsche, Ideen und Erwartungen zur „Zukunft am Waterlooplatz“  auszutauschen.

Prof. Dr.-Ing. Dietmar Scholich eröffnete die Veranstaltung und leitete Vortragende und Interessierte durch einen Abend voller Ideen. Scholich machte aufmerksam auf die Notwendigkeit des kooperativen Umgangs im öffentlichen Raum und plädierte für die Partizipation bei gesellschaftlich und politisch relevanten Entscheidungen.

Dr.-Ing. Sid Auffarth, Bauhistoriker und Anwaltsplaner, lieferte mit seinem ersten Statement einen Einstieg in die Thematik, indem er die Besucher mitnahm auf einen historischen Streifzug des Waterlooplatzes von der Planung 1825 bis heute. Der Platz erfuhr in der Vergangenheit einen Wechsel zwischen Militarisierung und Entmilitarisierung. Heute wird der Platz für temporäre Veranstaltungen genutzt und befindet sich in mitten des Regierungsviertels von Hannovers.  Fotos zu seinem Vortrag finden Sie hier.

Anschließend knüpften Ernst Futterlieb und Klaus Heinzel, Architekten und Stadtplaner an, und präsentierten ihre städtebauliche Konzeptstudie „Wohnen im Regierungsviertel“, die im Zusammenhang mit Mein Hannover 2030 entstanden ist. Beide gehen davon aus, dass eine Bebauung an der Südseite mit vielseitiger Nutzung im Erdgeschoss dazu beitrage, dem Platz neue Energie und Lebensqualität einzuhauchen. Ziel sei eine Bereicherung der Stadt durch das Wachsen sozialer und urbaner Qualitäten. Näheres zum Vortrag finden Sie hier und hier.

Ein abschließendes Statement lieferten Landschaftsarchitektur und Architektur Studierende der Leibniz Universität Hannover, im Rahmen eines Seminars, mit dem Schwerpunkt gendergerechte Planung, unter der Leitung von Prof. Dr. Tanja Mölders. Besonders prägende Gedanken lieferte dabei der Architekturstudent Ibrahim Salim Klingeberg-Behr, dessen Vortrag in den Zuschauerreihen großen Anklang gefunden hat. Klingeberg-Behr konzentriert sich in seinem Entwurf auf das Diversity-Konzept, indem er jede gesellschaftliche Gruppe bei der Planung miteinbezieht und ein multifunktionales Forum rund um die Waterloosäule vorsieht. Platz für vielfältige Nutzungen könnte sein so genanntes „Haus der Demokratie“ bieten. Landschaftsarchitekturstudierende schlagen wiederum eine Bebauung, südlich am Waterlooplatz vor, mit Raum für soziale Projekte auf den Flachdächern der Häuserreihe. Weiteres ist hier nachzulesen.

Dietmar Scholich moderierte die Abschlussdiskussion, Rebekka Jakob sammelte Wünsche und Ideen der Besucher*innen an der Flipchart ein: Es scheint Einigkeit darüber zu herrschen, dass der Waterlooplatz derzeit einen geringen Stellenwert in Hannover einnimmt. Doch gibt es verschiedene Ansätze und Ideen, wie mit diesem zukünftig besser umgegangen werden kann. Die einen sprechen sich für eine Bebauung am Waterlooplatz aus, andere verneinen dies vehement. Andere hingegen wünschen sich einen Abenteuerspielplatz oder einen Bürgerpark, der Raum für verschiedenste Aktivitäten, gerade für die Anwohner der Calenberger-Neustadt, bietet. Die Diskussion zeigt, dass der Waterooplatz trotz fehlender Freiflächen in Hannover kaum genutzt wird, da einerseits die Lavesallee eine Barriere zur Zugänglichkeit darstellt und andererseits der Verkehrslärm eine Nutzung kaum möglich macht.

Eine Dokumentation der Anmerkungen aus dem Publikum sowie eine Zusammenstellung der Ergebnisse der Diskussion ist hier zu finden.

 

Einen Artikel der HAZ über unsere Veranstaltung können Sie hier nachlesen.

 

Ibrahim Klingeberg-Behr verfasste eine schriftliche Ausarbeitung zu seinem Entwurf für den Waterlooplatz im Rahmen des Seminars “Plätze, Parks und Co – Freiräume in der Stadt (geschlechter)gerecht gestalten”, nachdem er diesen auf der Veranstaltung des Bürgerbüro präsentierte. Interessierte können diese hier nachlesen.

 

 

 

 

 

 

Von |2019-05-06T13:02:05+01:0031.05.2017|

Zukunft des Köbelinger Marktes – Veranstaltung aus der Reihe „Plätze, Parks & Co.“

Anlieger*innen, Anwohner*innen, Planer*innen, Politiker*innen, interessierte Bürger*innen… über 90 Menschen kamen am Mittwoch, den 05.April 2017  in die städtische Galerie KUBUS um mit dem Bürgerbüro Stadtentwicklung über die Zukunft des Quartiers rund um den Köbelinger Markt zu diskutieren.

Manfred Müller (1. Vorsitzender des bbs) stellte den Sachstand zum Bebauung dar. Weitere Informationen in seiner Präsentation und auf den Webseiten der Stadt Hannover hier und hier.

Anschließend präsentierte Kai Koch (Vizepräsident des Bund Deutscher Architekten, BDA) Ergebnisse eines Workshops des BDA der im Vorfeld der City 2020+ Überlegungen zur Aufwertung der Altstadt 2005 durchgeführt wurde. Dabei wurden auch schon Überlegungen zum Köbelinger Markt angestellt. Sein Vortrag findet sich hier.

 

Oliver Kuklinski (Geschäftsführer des bbs) moderierte die Diskussion über die Zukunft des Köbelinger Markts und sammelte Perspektiven der Anlieger*innen aus dem Publikum ein. Die Anwesenden hielten in Kleingruppen ihre Wünsche und Ängste fest, die anschließend zusammengetragen wurden.

Grundsätzlich scheinen die Pläne der Stadt nach dem Abriss der Verwaltungsgebäudes Wohnbebauung zu errichten und eine Aufwertung und Belebung des Quartiers auf Akzeptanz zu treffen. Die Anwesenden wünschen sich eine gute soziale Durchmischung als Ziel für die Wohnbebauung.
Bedenken gibt es teilweise aufgrund der Höhe der geplanten Gebäude. Auch die verkehrlichen Änderungen bereiten einigen Anwesenden sorgen. Sie befürchten, dass der Verkehrsfluss ins Stocken gerät, durch die Umwandlung der Leinstr. in eine Sackgasse und die Auslastung der Marktstr. Andere wünschen sich genau das: eine Verkehrsberuhigung und eine zukunftsorientierte Verkehrsplanung rund um den Köbelinger Markt und bessere Bedingungen für Fahrradfahrer*innen sowie die Berücksichtigung der Anforderungen der E-Mobilität.
Umstritten ist auch die Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf dem Köbelinger Marktplatz, von einigen wurde sie begrüßt, da es Quartiernah bisher kaum Möglichkeit gibt sich im Freien aufzuhalten, andere befürchten, dass sich mit Trinkern eine ähnliche Situation wie am Weiße-Kreuz-Platz oder am Raschplatz entwickeln könnte und lehnen dies ab.

Eine Dokumentation der Anmerkungen aus dem Publikum sowie eine Zusammenstellung der Ergebnisse der Diskussion in Kleingruppen ist hier zu finden.

Einen Artikel der HAZ über unsere Veranstaltung können Sie hier nachlesen.

Von |2019-04-17T15:52:26+01:0007.04.2017|

Plätze, Parks & Co. – Auftakt der Veranstaltungsreihe

Standpunkte aus ganzen verschiedenen Blickwinkeln zum Umgang mit dem öffentlichen Raum gab es am 30. Januar bei unserer Auftaktveranstaltung zu der Reihe “Plätze, Parks & Co.” im Pavillon. Das Podium war mit 12 Vertretern aus Politik, Planung und Bürgern mehr als gut besetzt. Aber auch im restlichen Saal drängten sich die Menschen: mehr als 120 Personen kamen, um zuzuhören, aber auch um selbst mitdiskutieren zu können. Einziger Wermutstropfen: ein Vertreter der Bauverwaltung konnte leider nicht an der Veranstaltung teilnehmen.

 

Klaus Selle und Sid Auffarth hielten die Eingansreferate. Während Klaus Selle sich in seinem Vortrag vor allem der Bedeutung der öffentlichen Räume in der Vergangeheit und heute widmete, schlug Sid Auffarth in seinem Vortrag einen Bogen über die verschiedenen Aktivitäten zum Umgang mit dem öffentlichen Raum in Hannover in den letzten 3 Jahrzehnten.

 

Die Diskussionsbeiträge erstreckten sich über das Scheitern der Bebauung des Steintorplatzes, die aktuellen Streitgkeiten zur Umgestaltung des Wedekindplatzes und Experimentierkultur im öffentlichen Raum und die Rolle der Bürger*innenbeteiligung in all diesen Zusammenhängen.

 

h-eins.tv hat unsere Veranstaltung in voller Länge aufgezeichnet. Herzlichen Dank dafür!

 

ein Blog-Beitrag über unsere Veranstaltung findet sich hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

Von |2019-05-06T13:03:13+01:0021.03.2017|