Stellenausschreibung – Leitung der Geschäftsstelle

Wir suchen eine neue Leitung unserer Geschäftsstelle und freuen uns über aussagekräftige Bewerbungen von Persönlichkeiten die Hannovers Stadtgesellschaft mitgestalten wollen.

Leitung (w/m/d) der Geschäftsstelle des Bürgerbüro Stadtentwicklung Hannover e. V. (halbe Stelle)

 Ihr Aufgabenbereich umfasst die eigenverantwortliche Leitung der Geschäftsstelle:

Zusammenarbeit mit den Gremien sowie inhaltliche und strategische Weiterentwicklung und Profilierung bbs, kollegiale Führung von Mitarbeiter*innen

und des Themenfeldes „Bürgerbeteiligung und Stadtentwicklung“:

Nach außen gerichtete Aufgaben: Beratung von und mit Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft zur kooperativen Stadtentwicklung, Konzeption, Durchführung und Dokumentation von Veranstaltungen und Projekten

Es braucht: Erfahrung in der Leitung von Projektteams und Kenntnisse besser noch Praxis in der Beteiligung von Bürger*innen und der Stadtentwicklung, sowie:

ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit und hohe soziale Kompetenz, strategisches Denken und schnelle Auffassungsgabe, Fähigkeit zum selbständigen, strukturierten Arbeiten, Führungskompetenz und Teamfähigkeit, Flexibilität und die Fähigkeit, Menschen zu begeistern sowie Einsatzbereitschaft und Zuverlässigkeit

Es erwartet Sie eine abwechslungsreiche, anspruchsvolle Arbeit mit interessanten Menschen und Freiräumen zur Gestaltung ihres Arbeitsfeldes.

Wir freuen uns über Ihre Bewerbungsunterlagen mit Gehaltsvorstellung und Eintrittstermin per Mail bis zum 30.04.2020.

Ihre Ansprechpartnerin im bbs ist: Rebekka Jakob info@bbs-hannover.de 0511/7000934.

ausführliche Stellenausschreibung zum Download.

Hannover, März 2020

Von |2020-03-27T13:17:02+01:0027.03.2020|

Zukunft der Stadt? Gerechte Stadt!

Welche Zukunft hat Hannover? Viele Themen poppen auf: Mobilität, Wohnen, Grün, Klimaschutz, Partizipation, Demokratie und Populismus, Bildung, Nachbarschaft, Zukunft der Arbeit, Gender, Inklusion, Zuwanderung, Digitalisierung und genauso viele Fragen danach: was bedeutet das in all diesen Handlungsfeldern und für alle Akteure in unserer Stadt?

Die Antwort des bbs auf die Frage nach der guten Zukunft für unsere Stadt ist – im Sinne unseres Leitbildes der kooperativen Stadtentwicklung – sehr klar: wir setzen uns für die gerechte Stadt ein. Eine Stadt in der jede und jeder mitwirken kann, sich einbringen kann, in der alle Menschen reelle Chancen für ein gutes Leben und ein faires Miteinander haben, in der alle zählen auch wenn sie nicht wählen.

Vor 25 Jahren wurde das bbs gegründet um vor der Weltausstellung EXPO 2000 auch den kritischen Stimmen Gewicht zu verleihen. Damals als stadtweite Anwaltsplanung hat das bbs auch den schwächeren zur Artikulation und Vertretung ihrer Interessen beigetragen. Noch heute versteht sich das bbs als Lobbyist für eine kooperative, nachhaltige und faire Stadtentwicklung. Anlässlich der ersten 25 Jahre bbs wollen wir deshalb Antworten auf die Frage suchen und finden wie die gerechte Stadt der Zukunft aussieht, wie sie sich anfühlt, wie sie für alle zur Realität werden kann und was wir heute dafür tun können um sie Wirklichkeit werden zu lassen. Deshalb stehen 2020 alle Aktivitäten des bbs unter der Überschrift: „Zukunft Stadt? Gerechte Stadt!“

Neben der Diskuss ion auf Podien und mit Fachleuten wollen wir gern auch mit allen Einwohner*innen Hannovers persönlich ins Gespräch kommen. Wir haben ein Portal erstellt auf dem die Hannoveraner*innen sichtbar werden. Und fragen auch Dich nach Deiner Meinung zur gerechten Stadt. Was ist nötig, damit die Stadt Hannover zur gerechten Stadt für alle wird. Was ist eine gerechte Stadt für Dich? Du kannst uns auf unserer Website unter „Gerechte Stadt“ deine Meinung mitteilen oder uns auf Veranstaltungen ansprechen. Wir freuen uns auf Deine Nachricht!

Von |2020-03-19T17:45:47+01:0012.03.2020|

Zukunft Stadt – Wie bewegen wir uns morgen? Gemeinsam!

24.01.2020

Kein anderes Thema beschäftigt Hannover derzeit so vielschichtig wie das Thema der Mobilität. Bei der Veranstaltung des bbs im Kulturzentrum Pavillon Hannover stand die Frage im Raum “Wie bewegen wir uns morgen? ” und der kleine Saal platzte fast aus allen Nähten. Über 200 Hannoveraner*innen waren gekommen. Oliver Kuklinski und Rebekka Jakob führten als Moderator*innen kurz in die Thematik Mobilität ein.
Das bbs hatte die Idee, dass es zum Thema wichtig ist miteinander zu reden, Wege zu finden und dann gemeinsam zu handeln. Weg vom Gegeneinander, denn niemand ist nur Nutzer*n eines Verkehrsmittels, wir alle nutzen die Stadt und die können wir nur gemeinsam fortentwickeln. Dafür haben wir ein gutes Beispiel an dem Abend gelebt. Die Redeanteile der Menschen im Plenum waren fast genauso groß wie die der Impulsgeber*innen. Und das wichtigste: sie waren miteinander im Gespräch, jede*r hatte die Gelegenheit in der Gruppe die eigenen Mobilitätsbedürfnisse zu erzählen und zu erfahren, welche Verkehrsmittel die anderen Nutzen und benötigen.

Aktuelle Themen der Mobilität in Hannover:

Ausbau Radverkehrs
Infrastruktur
365€ – Ticket im GVH Autonomes Fahren Autofreie Innenstadt Flächengerechtigkeit
Öffentlicher Raum für
alle = fair!
Micromobilität
Scooter + Co.
Ausbau ÖPNV
Stadtbahn Südstadt,
neue Gleise Hbf
E-Mobilität
PKW/ LKW
Straßensanierung
Geibelstr.,
Schmiedestr.,
Braunstr.,
….
U21 Jahrescard 150€ Verkehrssicherheit
LKW Abbiegeassistent,
Bike flash,
Mobilnetzwerk
Region Hannover
Superblocks
Anwohnerzone
Parkraumbewirtschaftung
kostenfreier ÖPNV Citylogistik
Luft- und Lärmemission
Parkchaos
Stellplatzmangel
PKW-Zuwachs
Shopping- und Pendelverkehr

Der Zukunftsvisionär des Volkswagenkonzerns Wolfgang Müller-Pietralla, der in Hannover Biologie studiert hat und dessen Kinder hier geboren sind, brachte die klare Message mit, dass wir nur gemeinsam die Stadt der Zukunft gestalten können. Derzeit gebe es sehr diverse Szenarien und Vorstellungen der Zukunft, gebraucht wird eine gemeinsames Bild der Zukunft. Diese zu entwickeln ist abhängig von Werten und wird je nach kultureller Ausrichtung auf verschiedenen Kontinenten auch unterschiedlich ausfallen. Einen internationalen Konsens zu erreichen erachtet Herr Müller-Pietralla daher als schwierig.
Es brauche klare Veränderungen der Infrastruktur, die dafür sorgen, dass zum einen Verkehrswege vermieden werden durch Dezentralisierung. Zum anderen muss aber auch die Mobilität neu organisiert werden, derzeit kommen immer weitere Mobilitätsangebote hinzu ( bspw. e-Mobilität oder Car-, scooter- und  Ride-sharing Anbieter), aber auch die Etablierten bleiben bestehen. Mit dem autonomen Fahren wird die Komplexität der Organisation des stehenden und fließenden Verkehrs weiter zu nehmen.
Weitere Lösungsansätze zu Erhaltung von Lebensqualität in Städten sind seines Erachtens außerdem unter anderem in der vertikalen Aufbewahrung von Fahrzeugen und in der Sicherstellung des fließenden Verkehrs zu finden. Die Digitalisierung von Fahrzeugen kann dazuführen, dass Ampeln zu Regelung des Verkehrs zukünftig überflüssig werden und Fußgänger und Radfahrer dennoch gefahrlos die Straße überqueren können.

Christine Rettig, Sprecherin vom ADAC, und Dirk Hillbrecht, Vorstandsmitglied des ADFC, haben bekannte Positionen ihrer Clubs versiert vertreten. Unser Moderator Oliver Kuklinski regte an, dass die beiden Mobilitätsclubs gemeinsam eine Vision der Zukunft der Mobilität entwickeln sollten, das sorgte für freundliche Heiterkeit.

Frau Rettig meint das Ziel der Mobilität müsse sein, dass alle sicher an ihr Ziel kommen. Der ADAC plane daher eine Kampagne die zum Perspektivwechsel einlädt und dazu auffordern soll, sich in die Fahrer*innen eines Lieferwagens, Autos, Fahrrades oder E-Scooters hineinzuversetzen. Sie appellierte, dass jede*r sich zunächst selbst fragen sollte: „Was will ich beitragen?“ zu einer zukunftsgerichteten nachhaltigen Mobilität.

Herr Hillbrecht betont, dass das Fahrrad an sich ein sehr umweltgerechtes aber auch ein sehr sozial gerechtes Verkehrsmittel ist. In dem Masterplan Mobilität wolle die Stadt Hannover den Fahrradverkehr auf 25% bis 2025 steigern, aktuell liegt der Anteil bei 19% und die Zahlen stagnieren seit 7 Jahren. Er plädiert dafür dem Radverkehr den Platz zugeben, den dieser braucht. Zwei Drittel aller Wege in der Stadt könnten komplett mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Aber die gefühlte Unsicherheit des Fahrradfahrens vermeide, dass mehr Menschen mit dem Fahrrad fahren. Es müsse daher mehr Platz auf den Straßen geschaffen werden für zu Fußgehende und Radverkehr.

Der Forschungsleiter Mobilität vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung Ingo Kollosche brachte mit seinem Impuls die soziale Dimension der Mobilität in den Raum.
Er hat deutlich gemacht, dass all die Innovationen, die im Rahmen der Digitalisierung Einzug halten, vor allem dort greifen, wo Unternehmen damit einen Markt erschließen. Ökologische Effekte (im Sinne von weniger Fahrten) sind dadurch aber bisher nicht eingetreten. Deutschland hat im Gegenteil einen Höchststand an KFZ-Zulassungen.
Das Herz der Transformation der Mobilität sieht Herr Kollosche daher im ÖPNV in Städten, aber auch auf dem Land, wo dieses oft große Lücken aufweist.
Sprich ein gerechtes Mobilitätskonzept der Zukunft braucht die öffentliche Daseinsvorsorge, um den ÖPNV gerecht und flächendeckend auszubauen. Ohne den ÖPNV würden alle die nicht genug Geld, Jugend, Gesundheit, Bildung also Zugang zum Markt haben oder womöglich außerhalb der Stadt wohnen von Mobilität abgehängt. E-Mobilität sollte daher genutzt werden um Lücken des ÖPNV zu schließen. Über eine Plattform – Ökonomie wäre all dies machbar und die Mobilität der Zukunft ließe sich auch für den einzelnen leichter und flexibler organisieren, hinsichtlich der Nutzung verschiedener Antriebsarten und Nutzungsmuster. Aber es ist nicht leicht die Gewohnheit zum eigenen Auto als Verkehrsmittel zu durchbrechen.

Nach einer weiteren Austauschrunde im Plenum in dem sich das Publikum auf die wichtigsten Fragen einigten und verständigten, wurde die Podiumsdiskussion im Fishbowlformat eröffnet. Das Gespräch wurde dabei durch die Fragen aus dem Publikum entwickelt. Folgende Fragen sind Beispiele dafür:

  • Wie kann ÖPNV im ländlichen Raum realisiert werden? Auch für Alte Menschen?
  • Wie können kurzfristig substantielle Emissionsminderungen erreicht werden (10% pro Jahr, zur Erreichung der Ziele des Klimaschutzabkommens von Paris 2015)
  • Wie kann ein Umdenken in Punkto Mobilität erreicht werden? Wer ist bereit auf sein Auto zu verzichten?

Was die Teilnehmer*innen an weiteren Aspekten und Fragen bewegten, kann unten auf den Bildern der Flipcharts entnommen werden.

Weiterlesen:

Diskussionsbeiträge aus dem Publikum:

Diskussionsbeiträge aus dem Publikum:

Von |2020-01-31T12:56:27+01:0031.01.2020|

Jahresbericht 2019

Das Jahr 2019 ist vergangenen. Wir haben uns in ungezählten Netzwerktreffen mit anderen Initiativen beraten, ausgetauscht und sind aktiv geworden auf z.B. auf dem Hörfest der Region Hannover oder der Freiwilligenbörse der Landeshauptstadt.  Auch eigenen Veranstaltungen haben wir unter dem Motto “Zukunft Stadt” organisiert und die bewährte Workshopreihe “Werkstatt Bürgerbeteiligung” fortgesetzt.

Unsere Projekte “HannoverMachen” und die “Audio.stadtradtouren” wurden weiterentwickelt und die Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung vertieft.

Ausführlich über unsere Aktivitäten in 2019 berichten wir in unserem Jahresbericht, den wir zum Download bereitstellen.

Von |2020-01-29T11:43:38+01:0029.01.2020|

Zukunft Stadt – Digitalisierung öffentlicher Räume

Was bedeutet Digitalisierung für die öffentlichen Räume und für das Zusammenleben in der Stadt? Was hat sich schon geändert, was wird sich noch ändern?

Zum Thema „Digitalisierung öffentlicher Räume“ in der Veranstaltungsreihe „Zukunft Stadt“ kamen am vergangenen Montag, den 25. November 2019, um 18 Uhr etwa 50 Interessierte im Freizeitheim Vahrenwald zusammen. Nach einer Begrüßung durch unseren Vorstandsvorsitzenden Manfred Müller übernahm die Leiterin unserer Geschäftsstelle Rebekka Jakob die Moderation der Veranstaltung.

Als ersten Impulsredner duften wir Herrn Dr. Jens Libbe vom Deutschen Institut für Urbanistik (difu) begrüßen. Er betonte in seinem Vortrag „Wirkungen der Digitalisierung im Raum“, dass Digitalisierung kein Selbstzweck sein sollte, sondern immer einen dienenden Charakter für die Stadt besitzen muss. Als in diesem Kontext besonders relevante Bereiche hob Herr Dr. Libbe Energie, Mobilität, Handeln und Produktion hervor. Zurzeit sei es noch zu früh genaue Zahlen zu nennen, Trends in den Auswirkungen der Digitalisierung ließen sich jedoch schon erkennen. So führe etwa der wachsende Online-Handel dazu, dass das Angebot des lokalen Einzelhandels immer kleinteiliger werde und schneller wechsle. Das zentrale Thema der Zukunft sei demnach die (Um-)Verteilung und Gestaltung vom öffentlichen Raum in Folge von Digitalisierung.
Im Anschluss referierte Sven Krüger, der Digitalisierungsbeauftragte der Landeshauptstadt, über die Digitalisierungsstrategie Hannovers. Er stellte heraus, dass es sich um einen Veränderungsprozess im gesamten Lebensraum Stadt handle und Hannover sich „auf den Weg gemacht“ habe. Nicht zuletzt durch das Onlinezugangsgesetz, das die Verwaltung verpflichtet bis Ende 2022 flächendeckend alle Dienstleistungen digital zur Verfügung zu stellen, habe das Thema hohe Priorität. Als die vier zentralen Handlungsfelder benannte Herr Krüger:

  1. Infrastruktur (z. B. WLAN)
  2. Digitale Dienstleistungen (z. B. Urkundenportal, webKITA)
  3. Innovation (z. B. Mobiles Arbeiten)
  4. Fachkonzepte (z. B. eBeteiligung, Medienentwicklungsplan)

Nach diesen spannenden Impulsen wurde der Marktplatz eröffnet, auf dem sich sechs Digitalprojekte aus Hannover vorstellten: Der AHA Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover mit ihrer Müllmelde-App Hannover Sauber, die Urbane Logistik – Initiative Stadt Hannover, die Region Hannover mit der App Bike Citizens, der Hafven, Politik zum Anfassen e. V. mit ihrer App PLACEm und Graphmasters mit ihrer Navigations-App NUNAV.

In der abschließenden Diskussionsrunde gefiel den Besucher*innen besonders, welche Vielfalt an digitalen Projekten in Hannover bereits besteht. Aber auch die Projekte freuten sich über die Rückfragen und den so entstandenen, gelungenen Austausch. In Zukunft wird uns die Digitalisierung im alltäglichen Leben wohl immer stärker begleiten. Wir bleiben daher gespannt!

Präsentationen und Materialien aus der Veranstaltung zum Download:

Von |2019-12-04T08:35:33+01:0003.12.2019|

Wissen vs. Handeln im Klimaschutz

Wer kennt das nicht? Eigentlichen weiß jede*r, dass Erdbeeren aus Spanien im Winter lange Transportwege hinter sich haben, aber trotzdem gönnt man sie sich ab und zu. Auch ist bekannt, dass das Auto viel umweltschädlicher als das Fahrrad ist, aber gerade bei nasskaltem Wetter siegt dann doch oft die Gemütlichkeit.
Warum Menschen sich trotz vorhandenen Wissens um Alternativen weiterhin klimaschädlich verhalten, wollte das Kuratorium Klimaschutzregion Hannover ergründen. So hatten sie am 06.11.2019 zu einem öffentlichen Diskurs zum Thema „Wissen vs. Handeln im Klimaschutz“ eingeladen. Die besonders aktuelle Relevanz dieses Themas zeigte sich auch in den Besucher*innenzahlen: Der Sitzungsaal im Haus der Region war mit knapp 400 Gästen ausgebucht.

Der Abend startete mit Begrüßungen von Hauke Jagau (Regionspräsident), Werner Backeberg (Kuratoriumsvorsitzender und Bürgermeister der Gemeinde Uetze) und Prof. Dr. Lars-Oliver Gusig (Klimaweisen-Rat). Anschließend wurde die Moderation an Jan Egge Sedelies (HAZ) übergeben, der mit Prof. Dr. Harald Welzer (FUTURZWEI) den ersten Impulsredner des Abends vorstellte.
In seinem Vortrag sprach Welzer über die Notwendigkeit der Abkehr von den vorherrschenden, negativen Klimaszenarien und vorschreibenden Verhaltensregeln. Diese würden oft nur zu Widerstandsreaktionen führen, statt zum Umweltschutz zu motivieren. Anstelle dessen sollte auf utopische, klimafreundliche Zukunftsgeschichten gesetzt werden. Diese positiven Visionen würden Menschen Alternativen zum konsumgetriebenen Handeln aufzeigen und sie motivieren ihr Verhalten zu ändern – vorausgesetzt die Geschichten sind überzeugend und erstrebenswert. So könne laut Welzer der notwendige Wandel der Wertvorstellungen auf den Weg gebracht werden.

Einen anderen Ansatz wählte Prof. Dr. Kaiser (Professor für Persönlichkeits- und Sozialpsychologie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg) im nachfolgenden Impulsvortrag. Er stellte anhand empirischer Studien vor, dass umweltfreundliches Handeln von zwei Faktoren abhinge: Der (Intensität der) eigenen Umwelteinstellung und der Schwierigkeit ein bestimmtes Verhalten auszuführen. „Leichte“ Maßnahmen wie Recycling ergreife noch (fast) jeder. Um regelmäßig für den Umweltschutz zu spenden oder selbst eine Fahrgemeinschaft zu bilden, müsste man jedoch besonders umweltschutzmotiviert sein, da diese Verhaltensweisen schwerer auszuführen seien. Um klimafreundliches Handeln zu fördern, müsse daher entweder dieses dauerhaft „leichter“ gemacht oder das Umweltbewusstsein der Menschen erhöht werden.

Im Anschluss trug SPAX seinen Poetry-Slam-Text „Grauzone“ vor und erntete auch mit seinem improvisierten Rap zum Thema „Klimaschutz und innerer Schweinhund“ lauten Beifall.

Es folgte die Podiumsdiskussion im Fishbowl-Format: Neben Prof. Dr. Welzer, Prof. Dr. Kaiser und SPAX nahmen auch Michael Nagel (Fridays for Future), Celine Gerlica (Students for Future) und Christine Karasch (Regionsrätin, Leiterin des Dezernates für Umwelt, Planung und Bauen) Platz auf der Bühne. Zwei Stühle blieben dabei jedoch frei: Diese waren für Gäste aus dem Publikum bestimmt, die so bei Bedarf mit in die Diskussion einsteigen konnten. Es entwickelte sich eine lebhafte und spannende Debatte über die Zukunft und Machbarkeit des Klimaschutzes, die durch die Beiträge aus dem Publikum bereichert wurde.

Insgesamt war es eine gelungene und interessante Veranstaltung, an der wir gerne teilgenommen haben. Wir sind sehr gespannt, was sich zukünftig im Bereich des regionalen Klimaschutzes noch ergeben wird und wie dies unser Zusammenleben in der Stadt beeinflussen wird.

Von |2019-11-14T12:33:49+01:0014.11.2019|

Wie kommt mein Projekt in die Wikipedia ?

Wer hat sich das nicht schon einmal gefragt: Wer bestimmt eigentlich welche Themen in der Wikipedia behandelt werden und welche nicht? Warum gibt es keinen Wikipedia Eintrag über mich oder über mein Projekt? Antworten auf diese Fragen wollten wir am 26.09.2019 im Rahmen der Veranstaltungsreihe Werkstatt Bürgerbeteiligung finden.

Wikipedia gehört zu den am häufigsten besuchten Websites weltweit. Die Inhalte der gemeinnützigen Enzyklopädie werden überwiegend von ehrenamtlichen Autor*innen erstellt und gepflegt.
Mit unserer bisher kleinsten Werkstatt Bürgerbeteiligung trafen wir uns in den Räumen von Wikipedia Hannover, um zu lernen wie Wikipedia funktioniert. Das Tolle an unseren zehn Teilnehmer*innen: jede*r kam um für seine Initiative oder Organisation einen Wikipedia Eintrag anzulegen! Und so konnten wir nach einer ersten theoretischen Einführung durch die Wikipedia-Profis gleich in die Praxis starten. Wikipedia Benutzerkonten wurden angelegt und Benutzerseiten mit ersten Inhalten gefüllt. Nach und nach lernten wir, wie ein kleines lokales Projekt in der Wikipedia beschrieben werden kann. Im Umgang mit den Diskussionsforen entdeckten wir, welche Netiquette beachtet werden sollten und welche Qualitätskriterien bei der Erstellung von Einträgen gelten. Diese vielen kleinen Hürden sichern die Qualität auf Wikipedia und machen die Enzyklopädie zu einer relativ verlässlichen Quelle an Informationen.

Wie ein Weg sein kann, seine Organisation auf Wikipedia zu bringen und darüber hinaus auf Wikipedia aktiv zu sein, ist in diesem Workshop gut deutlich geworden. Vielen Dank an die Wikipedia Hannover Gruppe für diese lehrreiche Veranstaltung! Wer weiterhin Unterstützung beim Erstellen von Einträgen in der Wikipedia benötigt, kann sich an die Gruppe wenden. Jeden Donnerstag von 17:00 – 19:00 Uhr bietet sie in ihren Räumen in der Andreaestr. 1 ein offenes Editieren an, das von erfahrenen Wikipedia Autoren begleitet wird.

Auch auf Wikipedia selbst gibt es viele nützliche Informationen die weiterhelfen können:

Wikipedia:Fragen von Neulingen

Hilfe:Übersicht

Hier ist übrigens der Wikipedia Eintrag über das Bürgerbüro Stadtentwicklung.

Von |2019-12-13T10:14:46+01:0027.09.2019|

“Unbeteiligt Beteiligt!?” Podiumsdiskussion mit Oberbürgermeisterkandidat*innen

26. September 2019

Aktuell gibt es eine große Anzahl an Initiativen in Hannover, die sich aus ganz unterschiedlichen Motiven für Bürgerbeteiligung in Hannover einsetzen. Diese Initiativen haben sich diesen Sommer zu dem Forum für Bürgerbeteiligung zusammengeschlossen und anlässlich der Wahl des neuen Stadtoberhauptes eine Podiumsdiskussion auf die Beine gestellt. Eingeladen waren die Kandidat*innen Marc Hansmann, Belit Onay, Iyabo Kaczmarek und Eckhard Scholz. Moderiert wurde von Jürgen Manemann (Forschungsinstitut für Philosophie Hannover) und Annette Wichmann (Stadtakademie Hannover)

Zunächst hatten die Kandidat*innen die Aufgabe sich zu positionieren, was für sie echte Bürgerbeteiligung bedeutet. Anschließend stellte die Initiativen democracy in motion (DIM), ihre Idee vor neue Grundsätze der Bürgerbeteiligung und einen Beteiligungsrat auf der Basis des Zufallsprinzips einzuführen und ließ die Kandidat*innen zu dem Konzept, eine vierte Gewalt als konsultatives Gremium zu installieren, Stellung beziehen. Anschließend hatten die Initiativen Pro.Kronsberg, Bumke selbermachen und Wasserstadt Limmer die Möglichkeit ihre Erfahrungen mit Bürgerbeteiligung zu schildern. Sie brachten jeweils Beispiele vor, die aus Sicht ihrer Initiativen als besonders große Hürden der Beteiligung eingestuft wurden:

  • Zugang zu Informationen zu bestimmten Vorhaben nur stark eingeschränkt und unter hohen Hürden möglich,
  • kein transparenter Umgang mit den Ergebnissen von Beteiligungsverfahren
  • keine zuverlässige Fortführung von angekündigten Beteiligungsverfahren
  • die Auflösung einer Sanierungskommission, während in einem Stadtteil ein großes Baugebiet entsteht mit dem sich die Einwohner*innenzahl fast verdoppelt.
  • die Übernahme von großen Immobilien im Stadtteil durch Investoren ohne vorab im Stadtteil mit den Einwohner*innen die Bedarfe zur Weiterentwicklung zu klären
  • die Durchführung von Beteiligungsverfahren durch Investoren anstelle der Verwaltung

Wieder hatten die Kandidat*innen Gelegenheit darauf einzugehen und äußerten unterschiedliche Ansatzpunkte wie weit sie Forderungen der Bürgerinitiativen folgen können, wie sie Bürgerbeteiligung bei ihrem Amtsantritt gestalten wollen und wo sie rechtliche Einschränkungen sehen.

Auf der Podiumsdiskussion wurden vor allem Negativbeispiele der Bürgerbeteiligung, die zu einer Unzufriedenheit bei den betroffenen Initiativen geführt haben thematisiert. Auch das Bürgerbüro Stadtentwicklung hat sich anlässlich dieser Podiumsdiskussion mit seiner Einschätzung zu Bürgerbeteiligung in Hannover auseinandergesetzt und sieht auch Aspekte die sich aktuell positiv entwickeln. Ein Anknüpfen an alte Erfolge als Hannover Vorreiterin in der Bürgerbeteiligung war ist bei weiteren gesamtgesellschaftlichen Anstrengungen vielleicht zukünftig wieder möglich:

Es gibt einen Videomitschnitt der Podiumsdiskussion, der hoffentlich bald online verfügbar ist. Wir werden ihn dann hier verlinken.

Im Forum für Bürgermitwirkung organisiert sind folgende Initiativen:

  • Bürgerinitiative Wasserstadt Limmer
  • Ecovillage Hannover
  • Hannovair Connection
  • Initiative Bumke selbermachen
  • Intiative pro.Kronsberg – Mensch, Natur, Zukunft e.V.
  • Jamiel Kiez
  • Platz Da!
  • Politische Beteiligungsinitiative Hannover DIM / Democracy in Motion
  • Transition Town Hannover e.V.
  • Wissenschaftsladen Hannover e.V.
  • Zukunftswerkstatt Ihmezentrum e.V.
  • Bürgerbüro Stadtentwicklung Hannover e.V.
Von |2019-10-01T09:42:02+01:0026.09.2019|

100 Jahre Bauhaus – Das bbs auf den Spuren von Gropius & Co in Hannover

Allerletzte Stadtradtour mit Sid Auffarth zum Bauhaus-Jubiläum

Versteckt und für architektonische Laien etwas unscheinbar anmutend liegt ein kleines Juwel vom großen Bauhaus-Gründer Walter Gropius in der Nordstadt. Es war unser Startpunkt zu einer ganzen Reihe von Projekten aus der Zeit des Bauhaus und der „Neuen Sachlichkeit“.

Begrüßt wurden wir von Kai Koch, bbs-Beiratsmitglied und Vizepräsident des BDA (Bund Deutscher Architekten), der im Gropius-Haus im Alleehof in der Nordstadt residiert. Das Gebäude – Bauhausarchitektur in Reinform: „weiß, klar und zweckmäßig“ – wurde 1953 im Auftrag der Familie Stichweh von der Bauhaus-Ikone geplant und steht unter Denkmalschutz. Gropius lebte zu der Zeit schon lange in den USA.

Mit Sid Auffarth und 40 Mitradler*innen ging es bei sommerlicher Hitze von der Nordstadt über die Oststadt bis zum Maschsee.

Rote Moderne: „weiß, klar und zweckmäßig“ trifft roten Klinker

Dem Bauhaus-Prinzip der Funktionalität und Schlichtheit hatten sich alle Projekte, die wir ansteuerten, verschrieben. Damit haben sie auch heute noch einen hohen Nutzwert und von Bewohner*innen geschätzte Attraktivität. Überall waren die Bauhaus-Grundformen Dreieck, Kreis und Quadrat wieder zu finden, oftmals mit den für Hannover typischen Fassaden in rotem Klinker – der „Roten Moderne“.  Im Detail zeigt aber jeder Bau, jede Siedlung ihre Besonderheiten – von Kleinstwohnanlagen (Siedlung im Kreuzkampe) bis zum Listhof  mit gemeinschaftlich nutzbaren Einrichtungen wie Waschräumen, Heizanlage.

In der Südstadt besuchten wir „prominente“ Bauten wie die Stadtbibliothek oder die ehemalige TIHO und pädagogische Akademie. Sid Auffarth ließ uns mit seinen lebendigen, alltagsnahen Schilderungen eintauchen in den Zeitgeist der 20er Jahre, in die Aufbruchsstimmung, das radikale Denken der Kunst- und Architekturszene, die sich – wie wir am Maschsee sehen konnten – durch die NS-Vorgaben nicht ausbremsen ließen.

Wer möchte, kann diese Tour mit Hilfe unseres Flyers jetzt schon nachfahren. Ende des Jahres wird es die Führung mit Sid Auffarth im Originalton digital abrufbar geben, so dass Sie sich mittels Audioguides auf die Spuren der Bauhaus-Architektur begeben können. Die Umsetzung dieser Audio.StadtRadTour wurde vom BDA dankenswerter Weise mit einer Spende zu unterstützt. Mehr dazu unter: www.audio.stadradtouren.de

Von |2019-12-17T11:50:17+01:0017.07.2019|

Neues Wohnen – bürgerschaftlich, nachhaltig, experimentell

Wie kann bei spürbar zunehmenden Wohnungsdruck attraktiver Wohnraum für Jung und Alt geschaffen werden? Und wie bleibt eine Stadt dabei trotzdem lebenswert?

Unter dem Motto „Neues Wohnen – bürgerschaftlich, nachhaltig, experimentell“ aus der Veranstaltungsreihe „Zukunft Stadt“ fand am vergangenen Montag, den 03. Juni 2019 unsere Veranstaltung im Freizeitheim Vahrenwald statt. Das Thema „Wohnen“ zeigte seine aktuelle Relevanz: Trotz warmen Juniwetters, nahmen mit großem Interesse 60 Personen teil.

Unter der Moderation unseres Vorstandmitglieds Dietmar Scholich wurden die Besucher*innen auf die folgenden Inputs der Veranstaltung eingestimmt und die eingeladenen Expert*innen vorgestellt.

Maria Knorre von der DomagkPark Genossenschaft eG in München, stellte in ihrem Vortrag die Entstehung und die Strukturen des DomagkParks, ein Wohnquartier auf dem Areal einer alten Funkkaserene, dar. Um die Herausforderungen eines solch großen neu entstandenen Quartiers zu bewältigen, brauche es gute Organistaion und ein funktionierendes Zusammenspiel aus ehrenamtlichen Mitwirkenden und Hauptverantwortlichen. Die DomagkPark Genossenschaft und Verein wurde gegründet, um soziale und kulturelle Projekte im Quartier zu organisieren. Weitere Informationen finden Sie hier in der Präsentation von Frau Knorre. Details zu dem Projekt finden Sie in der Präsentation von Frau Knorre. s.u.

Die Stadt- und Regionalsoziologin der HafenCity Universität Hamburg, Prof. Dr. Ingrid Breckner, stellte in ihrer Präsentation die Quartiersentwicklung der Seestadt Aspern/ Wien vor. Dabei unterstreicht sie, dass es bei einem gemeinschaftlichen „Wohnen für Alle“ eine gute Kombination aus Gewerbe, Freiraum, Kultur, Sport, smarter Mobilität und Stadtteilmanagement braucht.  Sie finden in der Präsentation von Frau Breckner weiteren Informationen zum Projekt Seestadt Aspern. s.u.

Krankheitsbedingt mussten wir leider auf Dipl.- Ing. Karl Heinz Range, Architekt aus der Geschäftsführung KSG Kreissiedlungsgesellschaft Hannover mbH verzichteten. Dafür konnte jedoch Hans Mönninghoff (ehemaliger Wirtschafts- und Umweltdezernat der Stadt Hannover) spontan für die Veranstaltung gewonnen werden. Als Mitorganisator des Urban Ecovillage Hannover stellte er den Prozess des entstehenden „Suffizienz Ökodorf, unter den Bedingungen einer Großstadt“ vor. Bei diesem rein bürgerschaftlich organisierten Projekt stehen die ökologischen, sozialen und kostengünstigen Aspekte im Vordergrund und jede*r zukünftige Bewohner*in soll selbst ein Teil der Quartiersentwicklung werden. Das Projekt ecovillage wird in seiner Präsentation ausführlich vorgestellt.

Den abschließenden Vortrag hielt Dipl.- Ing. Lorenz Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung Gundlach Bau und Immobilien GmbH + Co KG in Hannover, der Projekte aus seines Unternehmens vorstellte. Gundlach setzt den Fokus bei seinen Wohnprojekten vor allem auf den Menschen selbst und entwickelt  Wohnräume bunt, bezahlbar und klimawandelangepasst. Gundlach experimentiert dabei mit einer starken Reduzierung privater Wohnflächen und der Bereitstellung großzügiger Gemeinschaftsflächen. Beispiele dafür finden sich in der Präsentation von Lorenz Hansen.

Das Interesse der Teilnehmer wurde durch viele Rückfragen deutlich, und damit um einen gelungenen Austausch bereichert. Das Thema „Wohnen“ wird auch zukünftig ein spannendes Thema der Stadtentwicklung bleiben, dass Menschen verschiedener Generationen betreffen wird und zusammenbringen kann.

Präsentationen und Materialien aus der Veranstaltung zum Download:

Von |2019-10-02T07:58:36+01:0011.06.2019|

Mehr erreichen für deinen Stadtteil!

So vielfältig wie die Stadtteile Hannovers, sind auch ihre Stadtteilrunden. In nahezu allen Stadtteilen treffen sich mehr oder weniger häufig engagierte VertreterInnen der Nachbarschaft, des Einzelhandels, sozialer Einrichtungen, der Politik und andere, um gemeinsam über die Entwicklung ihres Stadtteils zu beraten, Aktionen anzustoßen, sich über Geschehnisse im Stadtteil auszutauschen, Termine abzusprechen oder auch einfach nur um Kontakte zu pflegen.

Für die Werkstatt Bürgerbeteiligung „Mehr erreichen für Deinen Stadtteil!“ des Bürgerbüro Stadtentwicklung kamen engagierte Menschen im Februar 2019 in der Zukunftswerkstatt Ihmezentrum zusammen um sich gegenseitig zu inspirieren, wie sie mehr für ihren Stadtteil erreichen können.

So vielfältig wie ihre Zusammensetzung und die selbstgewählten Aufgaben ist auch die Entstehungsgeschichte von Stadtteilrunden. Manche entstanden initiiert durch das Sanierungsprogramm „Soziale Stadt“ andere sind bürgerinitiiert, manche können durch ihre Struktur als Träger für Projekte agieren, andere sind auf Projektträger aus dem Stadtteil angewiesen. In der vom Bürgerbüro Stadtentwicklung organisierten Werkstatt Bürgerbeteiligung wurden all diese unterschiedlichen Runden zusammengebracht und Erfahrungen konnten ausgetauscht werden.

Stadteilrunden in Hannover stehen vor ähnlichen Herausforderungen, Räume und andere Ressourcen hängen oft von einer öffentlichen Förderung ab. Rein ehrenamtlich getragene Stadteilrunde haben nur Zugang zu Räumen, wenn diese im Stadtteil niedrigschwellig zur Verfügung stehen. Einigen Stadtteilrunden fällt es schwer bei Politik und Verwaltung auf Akzeptanz für ihre Ideen zu treffen und einen Weg zur Umsetzung zu finden. Die Wünsche der Beteiligten machen deutlich, dass es vielfältige Hürden geben kann, die das Engagement für den Stadtteil ausbremsen.

Eine Stadtteilkonferenzen am Beispiel des Essener Stadtteils Katernberg bei der sich Einwohner*innen des Stadtteils mit Politiker*innen und Verwaltungsmitarbeiter*innen themenbezogen austauschen und ihre gemeinsamen Ziele entdecken können, könnten dabei Abhilfe schaffen. Das Beispiel für stadtteilinitiierte Stadtentwicklung des Referenten Prof. Klaus Wermker, ehemaliger Leiter des Büros Stadtentwicklung der Stadt Essen, zeigte eindrücklich die Identität mit dem eigenen Stadtteil und das Problembewusstsein der dortigen Akteure.

Neue Impulse für die eigenen Stadteilrunden wurden mitgenommen, die vor allem darauf abzielen, mehr Menschen aus dem Stadtteil einzubeziehen und unterschiedliche Milieus anzusprechen.

Eine Zusammenfassung der Vortrags von Prof. Klaus Wermker finden Sie hier und eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.

Von |2019-12-13T13:50:27+01:0023.05.2019|

SAVE THE DATE ! 28. Juni 2019 Stadtradtour zum Bauhaus-Jubiläum

Die Gründung des Bauhauses in Weimar jährt sich zum 100sten Mal. Die neue Sachlichkeit ist ohne dessen Lehre, Lerer und Bauten undenkbar. Aber was ist davon in Hannover angekommen? Im traditionsgeleiteten Hannover ist die reine Lehre nur einmal vertrete, wo ihre Merkzeichen „weiß, klar, zweckmäßig“ anschaulich werden. Viele Bauten zählen zur Roten Moderene, die mit „rot, klar, zweckmäßig“ überzeugen. Die StadtRadTour führt zu zehn diskussionswerten Orten.

Die Fahrradtour wird wie immer von Dr. Sid Auffarth | Bauhistoriker geführt.

Die Tour ist auf max. 30-35 Teilnehmer*innen begrenzt. Wir bitten um Anmeldung unter info@bbs-hannover.de

In Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Architekten (BDA) Niedersachsen.

Von |2019-05-23T12:07:19+01:0023.05.2019|

Werkstatt Bürgerbeteiligung: Nachbarschaften aktivieren

Wer passt mal eben auf dein Kind auf, hilft dir beim Einkaufen oder organisiert ein Grillfest auf dem Hinterhof? Die Menschen aus deiner Nachbarschaft?!

Wie macht man aus dem anonymen Nebeneinander ein aktives Miteinander? Brauchen wir gemeinsame Ziele? Wann fühlen wir uns zugehörig? Welche Faktoren begünstigen nachbarschaftliche Beziehungen und welchen Beitrag kann ein*e jede*r leisten, damit ein Miteinander gelingen kann im Spannungsfeld von Nähe und Distanz?

Diesen Fragen wollten wir gemeinsam in einer Werkstatt Bürgerbeteiligung im März 2019 nachgehen. Dazu luden wir Menschen ein, die selbst in ihrer Nachbarschaft aktiv werden wollen. Als Impulsgeber*innen waren Akteur*innen eingeladen, die viel Erfahrungen mitbringen und uns ihre Beispiele aus der Praxis präsentierten: Anke Biedenkapp, Projektleiterin Zukunftsinseln; Tomasz Lachmann, Initiator Gesellschaft für außerordentliche Zusammenarbeit und Dana Milovanovic, nebenan.de.

Wir wollten aber auch miteinander lernen und uns damit beschäftigen, wie man Nachbarschaften aktivieren kann, auf welche Ressourcen wir zurückgreifen können und welche Methoden sich insbesondere auch in den Hannoverschen Nachbarschaften bewährt haben. In den drei Workshoprunden gab es eine hohe Diskussionsbereitschaft. Die Motivation für die Teilnahme an der Veranstaltung war sehr differenziert. Je nachdem, ob Personen mit privatem oder beruflichem Interesse dominierten, wurden entsprechende Aspekte diskutiert. Im Anschluss wurden die Ergebnisse zusammengetragen und vorgestellt.

Ausgangslage

Die Ausgangslage der an Nachbarschaftsaktivierung Interessierten war sehr unterschiedlich. Privat motivierte Personen wollten, die Menschen in ihrer Nähe kennenlernen, Wurzeln schlagen, ein neues Zuhause schaffen, ein soziales Netz für gemeinsames Interesse etablieren, ein Gefühl der Gemeinschaft entwickeln ohne ein Zweckbündnis zu bilden, Vertrautheit erhalten um ein Sicherheitsgefühl herzustellen und betrachteten das Miteinander als Bereicherung.
Beruflich motivierte Personen kamen beispielsweise aus Wohnungsgenossenschaften, Stadtteilkulturzentren, der katholischen Kirche oder einer Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen und waren auf der Suche nach Netzwerken. Ihr Interesse an Methoden der Nachbarschaftsaktivierung lag darin begründet, dass dies Teil des Programms ihrer jeweiligen Institution ist.

Möglichkeiten der Aktivierung

Möglichkeiten der Nachbarschaftsaktivierung reichen von Lernangeboten, gemeinsamem Essen in lockerer Atmosphäre, Stammtischgründung (bzw. der weiteren Öffnung und Bekanntmachung ebendieser), über Bürger*innenbasare, Reparaturcafés, Hofflohmärkte, Garagen- und Nachbarschaftsfeste (der „Tag der Nachbarschaft“ bietet dafür für viele eine gute Möglichkeit). Generell geht es darum, Lust auf „Selbermachen“ bzw. Möglichkeiten der Beteiligung/des Mitmachens zu schaffen.

Mobilisierung

Zur Mobilisierung der Nachbarschaft können sowohl analoge als auch digitale Medien genutzt werden (siehe Tabelle). Dabei bietet die Kooperation mit kommunalen Einrichtungen, Vereinen und Organisationen die Möglichkeit zum Kontakt mit wichtigen Multiplikator*innen, die für die Erweiterung eines Netzwerks essentiell sind.

Analoge Medien Digitale Medien
  • Verteilung von Wurfzetteln/Flyern
  • Zeitschrift (z. B. Wohnungsbaugenossenschaft)
  • Newsletter
  • persönliche Ansprache
  • Informierung der Presse
  • Aushänge (schwarzes Brett)
  • Einträge auf nebenan.de
  • digitales schwarzes Brett mit Bildschirmen und Displays
  • Ankündigung auf einer Homepage

Festigung des Netzwerkes

Um ein noch loses Netzwerk, das beispielsweise bei einem Nachbarschaftsfest entstanden ist, aufrecht zu erhalten, braucht es die gegenseitige Pflege und Motivation der Aktiven, um es zu etablieren. Wertschätzung, eine Regelmäßigkeit, das Schaffen von Ritualen, eine ausgewogene Arbeitsteilung und das Formulieren gemeinsamer langfristiger Ziele helfen dabei. Daneben bringen offen zu bleiben und neue Strömungen und Einflüsse zuzulassen eine Chance auf Langfristigkeit. Hierfür sollten Interessen erfragt und ermöglicht, Raum für Aussprache von Problemen gegeben und auf Änderungen reagiert werden.

Eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltungfinden Sie hier.

Von |2019-12-18T15:11:07+01:0018.03.2019|

Jahresbericht 2018

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Zeit einen Blick zurück zuwerfen auf alles was in diesem Jahr gemacht und erreicht wurde. Der Jahresbericht 2018 ist da!

Hier ist der Download möglich: Jahresbericht_2018

Wir haben die Aktivitäten des vergangenen Jahres dokumentiert. Ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit war die Zusammenarbeit mit der Stadt Hannover zur Umsetzung der Ziele des „Arbeitsprogramms Mein Hannover 2030“. Wir waren und sind hier bei der Verstetigung von Bürger*innenbeteiligung auf Stadtbezirksebene involviert, hierzu wird es auch im kommenden Jahr eine enge Zusammenarbeit geben.

Weiterhin  haben wir in unseren öffentlichen Veranstaltung Beiträge zu aktuellen Fragestellungen der Stadtentwicklung geliefert. In 2018 konnten wir unsere Reihe „Plätze, Parks & Co.“ fortsetzen und haben auch das Thema „Wohnraum in der Stadt“ auf einer Veranstaltung in den Fokus gerückt.

Außerdem wurde HannoverMachen als Demokratie-Ort ausgezeichnet. Unsere Plattform für Bürger*innenprojekte HannoverMachen haben wir weiter verbessert und die hannoversche Projektszene mit spannenden Formaten zu HannoverMachen begeleitet.  Unterstützen Sie die aktuellen Projekte auf HannoverMachen.de

Als größtes Projekt dieses Jahres haben die Audio.Stadtradtouren.de gelauncht! Ab jetzt kann jede und jeder jederzeit 14 Stadtradtouren der vergangenen Jahre auf eigene Faust nachfahren.

Und leider hat unser Klassiker die Stadtradtouren dieses Jahr zum letzten Mal stattgefunden. Wir danken Sid und Petra für ihr jahrzehntelanges Engagement!

Weitere Details zu unseren Aktivitäten im vergangenen Jahr finden Sie jetzt also in unserem Jahresbericht_2018 und natürlich weiterhin hier auf unserem Blog!

Von |2019-05-09T13:36:18+01:0003.01.2019|

Jubiläums-StadtRadTour mit Sid Auffahrt

Zum 80en Geburtstag von Sid Auffarth
Sonder-StadtRadTour am 3. August 2018

Anlässlich des 80sten Geburtstags von Sid Auffarth starteten wir am 3. August in der Tradition der StadtRadTouren mit einigen Weggefährten zu hannoverschen Orten und Projekten, die mit Sids beruflichem Wirken und mit der Geschichte des bbs gleichermaßen verbunden sind.

 

 

Vor dem denkmalgeschützten Küchengartenpavillon begrüßte uns Jonny Peter und gewährte Einblicke in die Historie von Ort und Gebäude, aber auch in die aktuelle Arbeit des dort ansässigen Quartier e. V..

 

Weiter gings den Lindener Berg hinunter zum Hanomaggelände und AhrbergViertel. Beides spannende Projekte der Brachen- und Fabrikumnutzung, die das bbs über längere Zeit begleitete und immer wieder „besuchte“. Am denkmalgeschützten Plenarsaal des Landtags, der vom bekannten hannoverschen Architekten Oesterlen Ende der 50er Jahre erbaut wurde und für dessen Erhalt sich Sid besonders engagierte, zeigte uns Hannoverkenner Michael Krische mit dem Fries neben dem Haupteingang zu Ehren Hoffmanns von Fallersleben eine Stelle, die den meisten an sich stadtkundigen Teilnehmer*innen unbekannt war.

 

Die Neugestaltung des Neustädter Marktes wurde in den 90ern vom bbs mit Bürger*innenwerkstätten begleitet; die mobilen Stühle – eine Idee von Sid – sind heute noch im Einsatz und bewährt. Der hannoversche Stadtgestalter Thomas Göbel-Groß erinnerte hier an das Stadtplatzprogramm, das auch vom bbs unter Federführung von Sid Auffarth maßgeblich geprägt wurde.

 

Nach einem Abstecher zum Sprengelgelände in der Nordstadt, beendeten wir auf dem Gelände der Wasserstadt die Rundfahrt; dort wurden wir von der seit Jahren aktiven Bürgerinitiative mit kalten Getränken begrüßt. Bei 35 Grad im Schatten eine wahre Wohltat.

 

Einige der beliebten StadtRadTouren der letzten Jahre können jetzt jederzeit kostenlos mit dem Smartphone und der App izi.travel nacherfahren werden.

 

In den letzten Monaten wurden mehr als hundert 3- bis 5-minütige Audiodateien aufbereitet, als Hörstationen auf einer Karte verortet und öffentlich zugänglich gemacht. Es gibt inzwischen 14 verschiedene Audio.Stadtradtouren mit Sid Auffarth.

 

Von |2019-05-06T12:36:20+01:0005.10.2018|

Autofreier Sonntag 2018

Juni 2018

 

Welche Initiativen und Projekte in Hannover kennen Sie? Wo engagieren Sie sich? Mit diesen Fragen wendeten wir uns an die vielen Hannoveraner*innen die bei bestem Wetter zum Jubiläum des 10. autofreien Sonntag im Zentrum der Innenstadt kamen.

 

Auf unseren großen Hannover-Stadtplan konnten mit pinken und gelben Zetteln die Passanten ihre Initiativen oder Vereine verorten. Überraschenderweise kannten einige Anwohnende viele Initiativen in ihrem Stadtteil nicht und waren positiv darüber überrascht, wie viele engagierte Mitbürger*innen es in ihrer direkten Nachbarschaft gibt.

 

Eine weitere Aktion am Stand waren unsere Taschen von HannoverMachen. Diese wurden ebenfalls mit sehr großer Begeisterung von Groß und Klein angenommen. Mit verschiedenen Farben konnten die Taschen auf unterschiedliche Art und Weise individuell gestaltet werden.

 

Außerdem nutzten wir die Gelegenheit, unser neues Projekt Audio-StadtRadTouren vorzustellen. Dies ging aus unserer populären StadtRadTour-Reihe mit Sid Auffarth hervor. Seit fast 30 Jahren bietet der Bauhistoriker für das Bürgerbüro Stadtentwicklung Radtouren durch Hannover und die Region an. Da es dieses Jahr die letzte Stadtradtour-Reihe in dieser Form geben wird, haben wir die Touren der letzten drei Jahre aufgezeichnet und Audiotouren produzieren lassen. Es sind 14 unterschiedliche Touren mit jeweils acht Stationen entstanden, die mithilfe der kostenlosen App Izi.Travel jederzeit mit dem Fahrrad und dem Smartphone nach(er)fahren werden können. Wer Sid Auffahrt noch einmal bei der StadtRadTour selbst erleben möchte, hat die Chance zu den letzten Terminen in diesem Sommer vorbeizukommen.

 

Wir freuen uns, dass viele Besucher*innen beim 10. autofreien Sonntag auf uns aufmerksam wurden und gleichzeitig erste Projektideen entstanden sind. Wir sind ganz gespannt welche sich davon irgendwann auf unserer HannoverMachen Plattform wiederfinden werden.

 

Von |2018-10-23T19:42:56+01:0019.06.2018|

Plätze, Parks & Co.: Freiräume in der Stadt – Tendenzen im Umgang mit dem öffentlichen Raum in Hannover

Trotz warmer Außentemperaturen haben sich am 11.06.2018 ungefähr 60 interessierte Bürger*innen und Fachleute in der VHS Hannover zum Thema „Freiräume in der Stadt“ ausgetauscht. Prof. Dr.-Ing. Scholich, Vorstand bbs, führte ins Thema ein. Seinen Vortrag finden Sie hier.

Anschließend gab Prof. Dr. Kaspar Klaffke, ehem. Leiter des Grünflächenamts Hannover, zum Thema „Freiraumplanung für die Stadt – vom Landschaftsrahmenplan über Stadt als Garten bis Stadtgrün 2030+“ einen umfangreichen Überblick über die Freiraumplanung in Hannover. Seinen eindrucksvollen Vortrag können Sie sich nebst der Präsentation herunterladen.

Sonja Beuning, Leiterin FB Planung und Raumordnung der Region Hannover, gab Einblicke zum Thema „Naherholung und Naturerleben in der Region Hannover – Fahrrad- und Gartenregion“. Sie weitete den planerischen Blickwinkel auf die gesamte Region Hannover aus und erläuterte die Freiraumsicherung in RROP und stellte eine Vielzahl an Projekten der Region zur Freiraumnutzung vor.

Als Dritter begann Herr Prof. Dr.-Ing. Martin Prominski, LUH, zum Thema „Die Stadt als Freiraum –Freiräume in einer Stadt“, bei dem er zunächst selbst einige studentische Projekte erläuterte, um im Anschluss das Wort an drei seiner Studierenden zu übergeben, die ebenfalls zwei Projekte kurz vorstellten, die mit spannenden Ideen gespickt waren.

Den Abschluss bildetet der Verein Hannover Voids , wo stellvertretend Maximilian Heise und Magdalena Jackstadt ihre Vision von zukünftiger Bürger*innenbeteiligung vorstellten.

Dietmar Scholich moderierte anschließend eine Abschlussdiskussion, bei der das bbs das Plenum darum bat, Meinungen, Wünsche und Erwartungen an Freiräume in der Stadt und Region zu formulieren. Rebekka Jakob, bbs, notierte die Wünsche und Anregungen.

 

Aus rechtlichen Gründen dürfen wir die weiteren Präsentantinnen und Vorträge leider nicht zur Verfügung stellen.

    

Von |2019-05-09T13:39:48+01:0018.06.2018|

Auszeichnung: Das Bürgerbüro Stadtentwicklung ist Demokratie-Ort


Die Partizipationsagentur Politik zum Anfassen e.V. hat unser Projekt HannoverMachen als einen der ersten Demokratie-Orte Hannovers ausgezeichnet .

 

Ein Demokratie-Ort kennzeichnet sich dadurch, dass er Demokratie vor der eigenen Haustür zum Leben erweckt. Mit HannoverMachen haben auch wir den Anspruch, diesen Gedanken in die Tat umzusetzen.  So unterstützen wir gezielt lokales Engagement vor Ort und geben gemeinwohlorientierten Ideen Hannovers eine Plattform.

 

Die Demokratie-Orte

Auf der Webseite HannoverLiebe besteht die Möglichkeit, einen interaktiven Rundgang durch die Demokratie-Orte Hannovers zu machen.

 

Herzlichen Dank für diese Auszeichnung, wir fühlen uns geehrt in einer Reihe mit weiteren tollen Projekten Hannovers genannt zu werden!

 

 

Die Demokratie-Orte sind eine Aktion der lokalen “Partnerschaft für Demokratie” der Landeshauptstadt Hannover im Rahmen des Bundesprogramms “Demokratie leben” des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Von |2018-09-06T13:11:26+01:0010.06.2018|

Audio-StadtRadTouren sind online!

 

Hannover mit dem Rad erkunden? Mit uns kann man sich Stadthistorie und kulturelle Stätten am Wegesrand jetzt auch per Smartphone erklären lassen. Unsere Audio.StadtRadTouren sind online!

 

Seit 1990/91 führten der Bauhistoriker Sid Auffarth und Matthias Muncke (BUND) “historisch-ökologische Radtouren” an, die später als “StadtRadTouren” zu regelmäßigen Veranstaltungen in das Programm des neu gegründeten Bürgerbüro Stadtentwicklung Hannover e.V. (bbs) überging.

 

Ab dem Jahr 2015 hat das Bürgerbüro Stadtentwicklung Hannover e.V. alle StadtRadTouren mit Sid Auffarth und Petra Metsch aufgenommen, um daraus Audiodateien zu erstellen und diese allen Interessierten im Internet anzubieten. In den vergangenen 18 Monaten haben wir es mit großer Unterstützung geschafft, insgesamt 14 verschiedene Audio.StadtRadTouren mit insgesamt ca. 110 Hörstationen zu realisieren.

Ab sofort stehen diese Touren jederzeit zur kostenlosen Nutzung am PC (www.audio.stadtradtouren.de) oder unterwegs per Smartphone/Tablet (App “izi.travel“) zur Verfügung!

Bitte auf jeden Fall Testen & Weitersagen!!

DSC_0105_eröffnung mit plakat

 

 

 

Von |2019-05-06T12:50:25+01:0005.06.2018|

„Wohnen leitet Mobilität“ – 2. Dialogforum des VCD in Hannover

Verschiedene Vertreter*innen aus Mobilitäts- und Wohnungsbranche, sowie der Kommunen und Planungsbehörden trafen am Dienstag, den 10.04.2018 beim zweiten Dialogforum des Verkehrsclub Deutschland aufeinander. Das Thema der umwelt- und sozialverträglichen Mobilität innerhalb der Wohnquartiere stand dabei im Mittelpunkt

Der VCD entwickelt anhand von Dialogforen, die in halbjähriger Abfolge stattfinden, gemeinsam mit den unterschiedlichen Teilnehmenden Mobilitätskonzepte. Im Rahmen des Projektes „Wohnen leitet Mobilität“, sollen sie für intelligentere Mobilität am Wohnort sorgen. Ein Dialog zwischen Kommunen, Planer*innen und Wohnungsunternehmen wird hierbei angestrebt. Unter der Leitung von Hans-Christian Friedrichs (VCD Landesverband Niedersachsen) und Christian Harstrick, Regionalkoordinator des Projektes „Wohnen leitet Mobilität“ in Hannover, wurde die Veranstaltung im Hodlersaal des neuen Rathauses eröffnet. Zunächst wurde vorgestellt, wie das Wohnen in Hinblick auf das Mobilitätsverhalten nachhaltiger gestaltet werden kann. Präsentiert wurden das „digitale Brett“, als Smartboard im Hausflur, die Verkehrsinformationskarte der ÜSTRA und der sogenannte TrolleyBoy, als Transportalternative.

Unter der Betrachtung verschiedener Mobilitätsfaktoren, wie Nahmobilität, Car-Sharing, ÖPNV, PKW-Verkehr und Kommunikationssysteme/Apps wurde schließlich ein „World-Café“, als Workshop-Methode, durchgeführt. Anregungen, Strategien bzw. Lösungsvorschläge und zugehörige fördernde, als auch hemmende Faktoren wurden in diesem Zusammenhang gesammelt. Von Abänderung des Stellplatzschlüssels zugunsten Abstellmöglichkeiten von Fahrrädern oder aber digitalisierte Fahrscheinkonzepte – die Teilnehmenden besaßen eine Vielzahl an Ideen.

Dabei kam heraus, dass Kooperation und Zusammenarbeit in Netzwerken für die Aufstellung eines Konzeptes von hoher Bedeutung sind. Die vorgestellten Projekte zur Vereinfachung des Alltags der Mobilität sind letztendlich in Zusammenhang mit ihrem Nutzen zu hinterfragen. Deckt das Smartphone beispielsweise nicht bereits die Funktionen eines „digitalen Brettes“ ab oder wird es unser Mobilitätsverhalten wirklich vereinfachen? Neben den innerhalb des Dialogforums besprochenen Inhalten zur Vereinfachung des Mobilitätverhaltens werden in den anderen Foren des VCD weitere Themen, wie die Planung, den Bau oder die Umstrukturierung von Wohnquartieren für eine intelligentere Mobilität behandelt.

Das nächste Dialogforum des VCD findet im Herbst 2018 statt. Weitere Infos

 

zum Projekt „Wohnen leitet Mobilität“ oder zum Verein selbst finden Sie hier.

Von |2019-04-15T15:12:52+01:0024.04.2018|